Auktion: 554 / Modern Art Day Sale am 08.06.2024 in München Lot 124000257


124000257
Emil Nolde
Marschlandschaft, 1920.
Aquarell
Schätzpreis: € 50.000 - 60.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
Marschlandschaft. 1920.
Aquarell.
Rechts unten signiert. Auf dünnem Japanpapier. 34 x 47,5 cm (13,3 x 18,7 in), blattgroß. [EH].

• Großformatiges Blatt in heller Farbigkeit.
• Klar formulierte Darstellung der weiten, flachen Marschlandschaft um Utenwarf am Ruttebüller Tief, der damaligen Heimat des Künstlers
.

Mit einer Fotoexpertise von Dr. Manfred Reuther, Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde, vom 5. April 2011.

PROVENIENZ: Privatsammlung Süddeutschland.

Bereits 1916 zieht das Ehepaar Nolde von der Insel Alsen ans Meer um Utenwarf am Ruttebüller Tief. Die norddeutsche, flache Landschaft und die Abgeschiedenheit der ländlichen Umgebung bleiben für den Künstler Zeit seines Lebens Rückzugsort und Inspirationsquelle.
Die Weite der Marschlandschaft, die Noldes Wohnsitz umgibt, wird Ziel seiner Erkundungen und bleibt in ihrer kargen Strenge, allein beflügelt durch wetterbedingte Ereignisse, ein sprödes Sujet, das Nolde mit der ihm eigenen Emphase ausdeutet. Das Ergebnis sind überbordende Farbwelten, wie sie der Künstler empfindet und in seiner einzigartigen Aquarelltechnik zu Papier bringt. Nolde gibt damit einer Landschaft, die bar jeglicher optischer Exzesse einfach flach und graugrün ist, eine noch nie gekannte Farbigkeit. Es sind die wechselhaften Lichtstimmungen eines weiten Himmels, der keine Begrenzung kennt, die Nolde einfängt, um sie zu einer Symbiose von gesehener Naturnähe und gewollter Abstraktion zu vereinen. Nicht Realität ist gefragt, sondern Empfindung von Realität. Die Weite der Marschlandschaft, die Noldes Wohnsitz umgibt, wird Ziel seiner Erkundungen und bleibt in ihrer kargen Strenge, allein beflügelt durch wetterbedingte Ereignisse, ein sprödes Sujet, das Nolde mit der ihm eigenen Emphase ausdeutet. Das Ergebnis sind überbordende Farbwelten, wie sie der Künstler empfindet und in seiner einzigartigen Aquarelltechnik zu Papier bringt. Nolde gibt damit einer Landschaft, die bar jeglicher optischer Exzesse einfach flach und graugrün ist, eine noch nie gekannte Farbigkeit. Es sind die wechselhaften Lichtstimmungen eines weiten Himmels, der keine Begrenzung kennt, die Nolde einfängt, um sie zu einer Symbiose von gesehener Naturnähe und gewollter Abstraktion zu vereinen. Nicht Realität ist gefragt, sondern Empfindung von Realität.



124000257
Emil Nolde
Marschlandschaft, 1920.
Aquarell
Schätzpreis: € 50.000 - 60.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.