Dezember-Auktionen: Von der Klassischen Moderne bis heute
Rekord-Auktion mit rund € 24 Millionen* Erlös
Robert_Ketterer_versteigert_Piene Auktionator Robert Ketterer erzielt mit € 825.000* für Otto Pienes "Dynamisches Volumen" einen neuen Weltrekord.


München, 5. Dezember 2015, (kk) - Es war eine sehr gute Auktion. "Wir konnten zahlreiche Rekorde und Top-Erlöse verbuchen. Insgesamt wurden über 70% der Objekte verkauft, wovon jedes eine durchschnittliche Steigerung von über 60%** erfuhr", so Robert Ketterer. Und weiter: "Die € 100.000-Marke wurde 49 Mal übersprungen, 18 Mal öfter als in den Jahresendauktionen 2014. Das Spitzen-Ergebnis von rund € 24 Millionen* für unsere Dezember-Auktionen übertrifft somit sogar das respektable Resultat desselben Zeitraums des vergangenen Jahrs um mehr als 2 Millionen*".

Top 5

€ 825.000* Aufruf: € 120.000
Los 954: Otto Piene - Dynamisches Volumen

€ 750.000* Aufruf: € 440.000
Los 231: Erich Heckel - Hügellandschaft

€ 625.000* Aufruf: € 300.000
Los 906: Otto Piene - Wave of Darkness

€ 500.000*  Aufruf: € 150.000
Los 967: Günther Uecker - Dunkles Feld

€ 475.000*  Aufruf: € 280.000
Los 255: Lyonel Feininger - The Baltic (V-Cloud)

€ 475.000*  Aufruf: € 140.000
Los 280: Alfons Walde - Verschneite Kirche


Die thematischen Schwerpunkte der Auktion waren:
1. Klassische Moderne
2. NACH 1945 & Zeitgenössische Kunst

Zu 1. Klassische Moderne


An der Spitze dieser Abteilung steht Erich Heckels Ölgemälde "Hügellandschaft" (Los 231). Ein Sammler aus der Schweiz bewilligte den Erlös von € 750.000* für das stimmungsvolle Gemälde aus der besten Schaffenszeit des Künstlers. Damit ließ er einen am Telefon zugeschalteten Liebhaber aus Norddeutschland hinter sich zurück und sorgte fast für eine Verdoppelung des Aufrufpreises von € 440.000. Dieses Ergebnis war charakteristisch für die gute Stimmung im voll besetzten Saal und an den Telefonen.

Ebenfalls für eine knappe Verdoppelung des Aufrufs sorgte nur wenig später Lyonel Feiningers "The Baltic (V-Claud)" (Los 255). Neben Saal und Auftragsbuch wetteiferten hier auch vor allem deutschsprachige Interessenten an den Telefonen. Einem Liebhaber aus dem Norden des Landes gelang es schließlich das begehrte Werk zu ergattern. Er honorierte es mit dem Erlös von € 475.000*

Durchweg mit hervorragenden Steigerungen wurden die drei Arbeiten von Alfons Walde (Lose 278, 278 und 280) veräußert. Dies verwundert nicht, vor allem angesichts der pro Los mit über einem halben Dutzend, meist österreichischen, Interessenten besetzten Telefonleitungen. So war es am Ende auch ein Landsmann des Künstlers, der sich alle drei Werke für insgesamt € 1.300.000* sicherte, allen voran die "Verschneite Kirche (Bergdorf)" (Los 280) für € 475.000*. Damit etablierte er nicht nur den neuen deutschlandweiten Rekord für eine Arbeit dieses Künstlers, sondern nimmt zugleich Rang 1-3 der deutschen Auktionsliste für Arbeiten von Alfons Walde ein.

Die über 20, bereits im Vorfeld der Auktion hoch gehandelten Werke von Gabriele Münter fanden fast ausnahmslos ihre Liebhaber und dies bei ausgezeichneten Steigerungen. Ganz oben auf der Liste der Begehrlichkeiten standen neben dem "Straßendurchstich (Die Kurve bei Berggeist)" (Los 279), den ein süddeutscher Sammler für den Erlös von € 275.000* mit nach Hause nehmen konnte, die beiden 1909 und 1911, in einer für das Oeuvre der Künstlerin richtungsweisenden Schaffensphase, entstandenen Werke "Gehöft in Murnau (Holzhauer)" (Los 213) und "Stillleben im Kreis" (Los 214). Während ein Liebhaber aus Bayern seine Wertschätzung für ersteres mit dem Erlös von € 425.000* zum Ausdruck brachte und damit den Aufruf mehr als verdreifachte, ließ ein Sammler aus dem Berliner Raum letzteres bei gleichem Aufruf von € 140.000 bis auf € 375.000* klettern.

Im Bereich der Skulpturen glänzte neben Ernst Barlachs Bronze "Der Bettler" (Los 250), die bei aufgerufenen € 190.000 für den Erlös von € 312.500* in eine Berliner Privatsammlung wanderte, auch die "Grosse Daphne" (Los 288) von Rene Sintenis. Eine Sammlerin aus Niedersachsen sicherts sie sich bei einem Erlös von € 162.500* gegen den Saal und drei sehr aktive Telefonbieter mit einem schriftlichen Gebot, das durchaus noch Raum nach oben gelassen hätte.

Was Egon Schieles "Mädchen mit Federboa2 (Los 222) betrifft, so laufen bereits Verhandlungen, die in den nächsten Tagen mit dem Erlös von € 625.000* abgeschlossen werden dürften.

Ausgezeichnete Steigerungen erfuhren u.a. auch:
Los Küstler (Technik) Titel Aufruf      Erlös
247 Nolde (Aquarell) Meerabend € 80.000 € 300.000*
265 Schrimpf (Öl) Stillende Mutter € 140.000   € 287.000*
239 Nolde (Aquarell) Das Meer (Bewegte blaue See ...)   € 140.000 € 275.000*
275 Hofer (Öl) Mädchen mit Laute € 120.000 € 237.500*

zu 2. NACH 1945/Zeitgenössische Kunst

Diese Abteilung wartete mit dem umfangreichsten ZERO-Angebot aller Zeiten auf. Mit rund 130 Arbeiten wurde sogar die Frühjahrsofferte übertroffen. An die Spitze setzte sich Otto Piene gleich mit zwei Arbeiten aus den frühen 1960er Jahren. Während seine "Wave of Darkness" (Los 906) von aufgerufenen € 300.000 von einem rheinländischen Sammler gegen kräftigen Widerstand aus Belgien und Hong Kong bis auf € 625.000* gehoben wurde, konnte der Bieteifer im Saal und an einem guten Dutzend Telefonen für die mit € 120.000 aufgerufene Arbeit "Dynamisches Volumen" (Los 954) erst durch einen weiteren deutschen Sammler mit dem Erlös von € 825.000* gestoppt werden. Somit wurde nicht nur ein neuer Weltrekord für eine Arbeit Otto Pienes erzielt, sondern auch gleich noch Platz 2 der Auktionsergebnis-Weltrangliste eingenommen. Mehr als 20 weitere Werke des im letzten Jahr verstorbenen Künstlers wurden ebenfalls mit guten und sehr guten Steigerungen abgesetzt.

Erwartungsgemäß war auch Günther Uecker äußerst gefragt. Rund 30 seiner Werke sorgten für hervorragende Ergebnisse und gipfelten in der Nagelarbeit "Dunkles Feld" (Los 967). Sie ging für € 500.000* an einen aus der italienischsprachigen Schweiz angereisten Sammler, der damit nicht nur den Saal, sondern auch Telefonbieter aus Belgien, Israel, Österreich und den USA auf die Plätze verwies.

Mit dem Erlös von € 325.000* für seine "Fata Morgana II" (Los 911) glänzt Heinz Mack, der dritte im Bunde der ZERO-Meister. Mit diesem Ergebnis, das der rheinländische Handel bewilligte, bestückt man die deutschlandweite Rekordliste für diesen Künstler gleich mit zwei ersten Plätzen, denn bereits im Juni 2014 erzielte Ketterer Kunst mit "Erzengel Michael und Gabriel" das gleiche Top-Resultat.

Heiß umworben war Sean Scullys "Uist" (Los 951). Das vom Künstler für die Retrospektive "Twenty Years" ausgewählte Werk, ging mit einem Aufruf von € 200.000 an den Start und war einem englischen Händler, der die Arbeit nicht nur gegen den Saal und schriftliche Gebote, sondern vor allem gegen einen hartnäckigen, ebenfalls telefonisch bietenden Kollegen verteidigte, den Erlös von € 400.000* wert.

Für viel Wirbel war Anselm Kiefers "Maria im Rosenhag" (Los 969) gut. Das intensive Bietgefecht, das sich vor allem an den Telefonen zwischen einem norddeutschen und einem süddeutschen Sammler entsponn, entschied letzterer schließlich mit dem beachtlichen Erlös von € 387.500* für sich.

Sehr gute Erlöse verbuchten zudem:
Los Küstler (Technik) Titel Aufruf      Erlös
945 Uecker (Nagelarbeit) Spirale € 150.000   € 412.500*
901 Uecker (Nagelarbeit) Lichtscheibe € 150.000 € 350.000*
982 Longo (Kohle) Untitled (Starfield #2)   € 250.000 € 337.500*
943 Graubner (Mischtechnik) Camelionid € 120.000 € 312.500*

Sehr gut angenommen wurde das Angebot der Zeitgenössischen Kunst, an deren Spitze Jonas Burgert mit seinem "Potsdam-Zyklus" (Los 868) steht, der für den Erlös von € 95.000* in eine Kunstsammlung in Niedersachsen abgegeben wurde und damit gleichzeitig eine neue Rekordmarke für ein Werk dieses Künstlers in Deutschland setzt.

Weitere spannende Erlöse sind:

Los Küstler (Technik) Titel Aufruf      Erlös
822 Reyle (Mischtechnik) Ohne Titel € 50.000   € 75.000*
871 Zhang (Öl) Earth life No. 16 € 27.000 € 67.500*
830 Martin (Öl) Chaperon (2-teilig)   € 35.000 € 62.500*

Die bei den Auktionen unverkauften Objekte können bis Januar 2016 im Nachverkauf erworben werden. Ergebnislisten zur Auktion sind telefonisch unter 089-55244-0 erhältlich.

*    Der gerundete Erlös entspricht dem Zuschlagspreis + 25 % Aufgeld bei Zuschlägen bis € 500.000.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der € 500.000 übersteigt, wird ein Aufgeld von + 20 % berechnet und zu dem Aufgeld hinzuaddiert, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis € 500.000 anfällt.

**   Die durchschnittliche Steigerung pro Objekt entspricht der Quote von Aufruf zu Zuschlagspreis.

Ketterer Kunst hat sich seit seiner Gründung im Jahr 1954 als einer der wichtigsten Kunst- und Buchversteigerer mit dem Stammsitz in München und einer Dependance in Hamburg etabliert. Galerieräume in Berlin und Repräsentanzen in Heidelberg, Düsseldorf und Modena, Italien tragen entscheidend zum Geschäftserfolg bei. Außerdem finden immer wieder Ausstellungen, Sonder- und Benefizauktionen sowie permanente Online-Auktionen unter www.ketterer-internet-auktion.de statt. Robert Ketterer ist Inhaber und Geschäftsführer von Ketterer Kunst.

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