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Rayonismus

Der Rayonismus (frz. rayon = "Strahl"), der in der russischen Entsprechung Luchismus genannt wird, wurde durch den Maler Michail Fjodorowitsch Larionow (1881-1964) als Stilrichtung in der vorrevolutionären russischen Avantgarde eingeführt. Um 1908 entstanden die ersten rayonistischen Werke, die Strömung verlor zur Zeit des Ersten Weltkrieges an Bedeutung.
Seinen Ausgangspunkt nahm der Rayonismus beim Russischen Neoprimitivismus, der als Spielart des Expressionismus zu verstehen ist. Von hier aus gelangte er durch die Integration orphistischer, kubistischer und vor allem futuristischer Stilelemente zu einer wie aus gebündelten Lichtstrahlen bestehenden Bildsprache. Charakteristisch für Werke des Rayonismus, die oft unter Zuhilfenahme von farbiger Scheinwerferbeleuchtung geschaffen wurden, ist die abstrakte Gestaltung sich überschneidender, facettierter Farbfelder in Form gebündelter Strahlen.
1912 wurde die erste rayonistische Ausstellung "Der Eselsschwanz" eröffnet, die programmatische Werke Larionows präsentierte. Ein Jahr darauf publizierte Larionow seine grundlegende Schrift "Rayonismus" und, gemeinsam mit der Malerin Natalija Goncharowa (1881-1962), das "Rayonistische Manifest". Die Eigengesetzlichkeit der Malerei wurde hier deutlich herausgestellt - eine Prämisse, die von der abstrakten Kunst in den Vordergrund gestellt wurde: Der Rayonismus steht in der russischen Avantgarde am Beginn der bedeutenden Entwicklungen von Konstruktivismus und absoluter Gegenstandslosigkeit.
Zu den Hauptvertretern des Rayonismus rechnen neben Michail Fjodorowitsch Larionow und Natalija Goncharowa auch David Burliuk (1882-1967), sein Bruder Wladimir Burliuk und Mikhail Ledentu.



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