Auktion: 300 / Klassiker des XX.Jahrhunderts am 02.06.2006 Lot 106

 



 
106
Hans Hartung
Ohne Titel, 1952.
Acryl
Schätzung:
€ 24.000
Ergebnis:
€ 59.500

(inkl. 19% Käuferaufgeld)
Objektbeschreibung

Ohne Titel. 1952.
Acryl, Gouache und Kreide.
Links unten signiert und datiert. Auf festem Velin 48,5 x 65,2 cm ( 19 x 25,6 in), Blattgröße.

PROVENIENZ: Privatsammlung Norddeutschland.

Hans Hartung ist einer der wenigen deutschen Künstler, die sich von Anfang an konsequent der Abstraktion verschrieben haben. Ein Vortrag von Wassily Kandinsky, den der in Leipzig geborene Künstler während seiner Studentenzeit hört, wird dabei zum Schlüsselerlebnis. Was für andere einen langen Weg der Suche und der endlichen Findung bedeutet, ist für ihn die Grundlage eines reichen Schaffens. Diese künstlerische Konsequenz wird ihm in der Zeit des Nationalsozialismus zum Verhängnis.
Erst mit der Nachkriegszeit beginnt für Hartung der große Durchbruch. Seine ungegenständlichen Arbeiten finden nun ein aufnahmewilliges Publikum. Das vieldeutig Zeichenhafte in seinen Werken ist es, das besonderen Zuspruch findet. Zudem wird die Zugehörigkeit zur École de Paris, die in den fünfziger Jahren Mittelpunkt der europäischen Avantgarde ist, besonders honoriert. Hartungs Bildfindungen sind nicht mit psychologischer Tiefe belastet. Es sind freie Formen eines dynamischen Schaffensprozesses, die mit grafischem Gestus seine Arbeiten wirkungsvoll bereichern. [KD]

106
Hans Hartung
Ohne Titel, 1952.
Acryl
Schätzung:
€ 24.000
Ergebnis:
€ 59.500

(inkl. 19% Käuferaufgeld)