Auktion: 534 / Contemporary Art Day Sale am 09.12.2022 in München Lot 199

 

199
Adolf Luther
Sphärisches Hohlspiegelobjekt, Ca. 1980.
Drei bewegliche Stelen. Halbtransparente Hohlsp...
Schätzpreis: € 30.000 - 50.000
+
Sphärisches Hohlspiegelobjekt. Ca. 1980.
Drei bewegliche Stelen. Halbtransparente Hohlspiegel in Objektkasten.
Eine Stele: 200 x 40 x 11 cm (78,7 x 15,7 x 4,3 in). Zwei Stelen: 232 x 35 x 10 cm (91,3 x 13,7 x 3,9 in).
[KT/AR].
• Streng serielle Anordnung identischer Elemente.
• Luther konzipiert die drei Drehstelen für die VEBA-Zentrale in Düsseldorf-Golzheim.
• Mit seinem konzeptuellen Ansatz leistet er einen wichtigen Beitrag zur Lichtkunst.
• Teilnahme an internationalen Ausstellungen zur kinetischen Kunst, "ZERO" und Op-Art
.

Mit einer schriftlichen Expertise von Frau Dr. Magdalena Broska, Adolf-Luther-Stiftung Krefeld, vom 16. November 2010.

PROVENIENZ: Sammlung VEBA AG, Düsseldorf-Golzheim (direkt vom Künstler erworben).
Privatbesitz Bayern (vom Vorgenannten erworben).

Aufrufzeit: 09.12.2022 - ca. 15.42 h +/- 20 Min.

Bevor sich Adolf Luther in den 1960er Jahren der Lichtkunst verschreibt, sucht er lange Zeit in der Malerei nach dem für ihn passenden künstlerischen Ausdrucksmittel. 1957/58 experimentiert er zunächst mit der gestisch-informellen Malerei, über die Farbfeldmalerei findet er schließlich seinen Weg zur Lichtkunst. Neben seiner großen Faszination für das physikalische Phänomen des Lichts ist der konzeptuelle Ansatz dieser Kunstrichtung für ihn auch ein Weg, um sich vom traditionellen Tafelbild zu befreien. Oder wie er es selbst beschreibt: "Daß die Natur außer den Farben noch andere visuelle Mittel für künstlerische Entfaltung bereithält, ist eine der besonderen Erfahrungen, die in den letzten Jahren die schöpferische Phantasie beschäftigt haben. Der Wunsch, sich mit dem Abbild der Welt auseinanderzusetzen, entschwindet zunehmend, während die Eigenschaft der konkreten Phänomene, namentlich des Lichts und der Bewegung, in den Vordergrund getreten sind, Eigenschaften also, die ihrem Wesen nach transoptisch sind und die sich deshalb dem darstellenden Zugriff entziehen." (Adolf Luther, zit. nach: Ralph Merten, Luther. Magie des Lichts, Stuttgart 1990, S. 9). Mit seinem künstlerischen Bestreben, das Unsichtbare sichtbar zu machen und eine Wirklichkeit zu begreifen, die sich der bildnerisch-abbildenden Darstellung entzieht, wird er schließlich zu einem der Hauptvertreter der kinetischen Kunst und Optical Art. Seine "Hohlspiegelobjekte" weisen dabei stets eine strenge serielle Anordnung identischer Elemente auf und dienen ausschließlich als Instrument zu einer neuen Lichtwahrnehmung. [AR]



 

Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung zu Adolf Luther "Sphärisches Hohlspiegelobjekt"
Dieses Objekt wird regel- oder differenzbesteuert angeboten, Folgerechtsvergütung fällt an.

Berechnung bei Differenzbesteuerung:
Zuschlagspreis bis 500.000 Euro: hieraus Aufgeld 32 %.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 27 % berechnet und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 2.500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 15 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 2.500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Das Aufgeld enthält die Umsatzsteuer, diese wird jedoch nicht ausgewiesen.

Berechnung bei Regelbesteuerung:
Zuschlagspreis bis 500.000 Euro: hieraus Aufgeld 25 %.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 20 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 2.500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 15 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 2.500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf die Summe von Zuschlag und Aufgeld wird die gesetzliche Umsatzsteuer, derzeit 19 %, erhoben. Als Ausnahme hiervon wird bei gedruckten Büchern der ermäßigte Umsatzsteuersatz von derzeit 7 % hinzugerechnet.

Wir bitten um schriftliche Mitteilung vor Rechnungsstellung, sollten Sie Regelbesteuerung wünschen.

Berechnung der Folgerechtsvergütung:
Für Werke lebender Künstler oder von Künstlern, die vor weniger als 70 Jahren verstorben sind, fällt gemäß § 26 UrhG eine Folgerechtsvergütung in folgender Höhe an:
4% des Zuschlags ab 400,00 Euro bis zu 50.000 Euro,
weitere 3 % Prozent für den Teil des Zuschlags von 50.000,01 bis 200.000 Euro,
weitere 1 % für den Teil des Zuschlags von 200.000,01 bis 350.000 Euro,
weitere 0,5 Prozent für den Teil des Zuschlags von 350.000,01 bis 500.000 Euro und
weitere 0,25 Prozent für den Teil Zuschlags über 500.000 Euro.
Der Gesamtbetrag der Folgerechtsvergütung aus einer Weiterveräußerung beträgt höchstens 12.500 Euro.

Die Folgerechtsvergütung ist umsatzsteuerfrei.