Auktion: 522 / Klassische Moderne Teil II am 11.12.2021 in München Lot 410

 

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Marianne von Werefkin
Freitag Abend (Synagoge), 1909/10.
Mischtechnik. Gouache und Kreide, auf Papier au...
Schätzpreis: € 20.000 - 30.000
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Freitag Abend (Synagoge). 1909/10.
Mischtechnik. Gouache und Kreide, auf Papier auf Karton kaschiert.
Links unten monogrammiert. Verso signiert und betitelt. 30 x 41 cm (11,8 x 16,1 in).

• Eindrucksvolles Werk aus Kaunas, wo die Künstlerin im Dezember 1909 ihren Bruder besucht.
• Marianne von Werefkin findet in dieser Zeit zur Verbindung von realem Landschaftseindruck und deutender Imagination.
• Im Archiv Marianne von Werefkin hat sich ein Foto des Bildes erhalten
.

Mit einer schriftlichen Expertise von Dr. Bernd Fäthke vom 20. Oktober 2021.

PROVENIENZ: Besitz der Künstlerin.
Alexander Werefkin, Rom (durch Erbschaft von der Vorgenannten, bis mindestens 1958).
Privatsammlung Baden-Württemberg.

AUSSTELLUNG: Marianne Werefkin 1860-1938, Gedächtnisausstellung, Städtisches Museum, Wiesbaden / Städtische Kunstsammlung, Bonn / Kunstverein Frankfurt a. Main / Städtische Galerie, München / Kunsthalle Bremen / Kunst- und Museumsverein, Wuppertal / Staatliche Kunsthalle, Baden-Baden / Museum Ostwall, Dortmund, 1958, Kat.-Nr. 28 (verso mit dem Etikett, als Leihgabe von Alexander Werefkin).

Aufrufzeit: 11.12.2021 - ca. 17.13 h +/- 20 Min.

1909 besucht Werefkin ihren Bruder in Kaunas. Im heute in der Fondazione Marianne Werefkin, Museo Comunale d'Arte Moderna, Ascona, befindlichen Skizzenbuch (b25/76-77) ist eine Skizze zu der hier dargestellten Szene erhalten. Dort ist die Szene fälschlicherweise von fremder Hand auf 1903 datiert, doch war Werefkin in dem Jahr nicht in Kaunas. 1909 und 1910 jedoch hält sie sich in ihrer alten Heimat auf. "In ihren Briefen an den Gefährten [d.i. A. v. Jawlensky] schildert sie das Erlebnis ihrer russisch-litauischen Umgebung in geradezu visionärer Übersteigerung, mit starken Farbeindrücken und ebenso starken Bildern des Elends" (A. Hoberg, in: Lebensmenschen Alexej von Jawlensky und Marianne von Werefkin, München 2019, S. 203). Das Werk "Freitag Abend (Synagoge)" vermittelt einen eindringlichen Eindruck dieser Empfindungen der Künstlerin. [EH]



 

Aufgeld, Steuern und Folgerechtsabgabe zu Marianne von Werefkin "Freitag Abend (Synagoge)"
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Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 2.500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 15 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 2.500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
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Für Originalkunstwerke und Fotographien wird zur Abgeltung des gemäß §26 UrhG anfallenden Folgerechts eine Umlage i.H. von 2,4 % inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer erhoben.