Auktion: 498 / Kunst des 19. Jahrhunderts am 18.07.2020 in München Lot 562

 
562
Heinrich von Zügel
Exotenweiher (Hellabrunn), 1909.
Öl auf Malpappe, montiert auf Holz
Schätzpreis: € 5.000 - 7.000
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Objektbeschreibung
Exotenweiher (Hellabrunn). 1909.
Öl auf Malpappe, montiert auf Holz.
Diem 691. Rechts unten datiert und signiert. 74 x 103 cm (29,1 x 40,5 in).

• Besonderes Motiv im Oeuvre des Künstlers.

PROVENIENZ: Sammlung Wolfgang Heinz Unger, München.
Galerie Hagemeier, Frankfurt a. M.
Privatsammlung Süddeutschland (2009 vom Vorgenannten erworben).

Aufrufzeit: 18.07.2020 - ca. 18.02 h +/- 20 Min.

Essay
In seinem Schaffen als Tiermaler widmete sich Heinrich von Zügel, selbst Sohn eines Schafzüchters, vor allem den ländlichen Nutztieren wie Schafen und Rindern auf der Weide, was ihm schließlich 1895 die Professur der Tierklasse an der Münchner Akademie einbrachte. Seine oft im Freien auf der Weide angefertigten Gemälde machen ihn ab 1890 zu einem der bedeutendsten deutschen Impressionisten. In seinem von einheimischen Tieren geprägten Werk zeichnet sich unser Gemälde nicht nur durch die Exotik der Pelikane, Flamingos und Marabus, sondern auch durch die Seltenheit des sonst nur noch in einer weiteren Studie bekannten Motivs aus. In breiten, pastosen Pinselstrichen verwandelt Zügel den Blick auf die ungewöhnlichen Vögel in eine in harmonischen rosa-weiß Tönen gehaltene Studie über Licht und dessen Reflexionen. 1905 hatte sich in München der Verein „Zoologischer Garten München“ gegründet, mit dem Ziel der Einrichtung eines Tierparks. Schließlich wurde 1906 von der Stadt München das Gebiet um den ehemaligen Adelssitz Hellabrunn zur Verfügung gestellt, woraufhin der Tierpark 1911 endlich eröffnen konnte, ohne dass jedoch alle Bauten vollendet waren. Zügel war wohl einer der wenigen Künstler, denen bereits vor der Eröffnung Zugang gewährt wurde. Außer dem ebenfalls 1909 entstandenen Bild „Löwen in einer Höhle mit Blick auf München“ ist jedoch keine größere Werkgruppe exotischer Tiere entstanden, weshalb unser Gemälde einzigartigen Status besitzt. [KT]
 


Aufgeld, Steuern und Folgerechtsabgabe zu Heinrich von Zügel "Exotenweiher (Hellabrunn)"
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Bei Objekten, deren Künstler nicht bereits vor mindestens 70 Jahren verstorben ist, fällt eine Folgerechtsumlage i.H. von 2,4 % inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer an.