Auktion: 498 / Kunst des 19. Jahrhunderts am 18.07.2020 in München Lot 511

 
511
Süddeutsch
Landschaft bei Bruck mit Reisigsammlerin, 1841.
Öl auf Papier, kaschiert auf feste Malpappe
Schätzpreis: € 1.000 - 1.500
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Objektbeschreibung
Landschaft bei Bruck mit Reisigsammlerin. 1841.
Öl auf Papier, kaschiert auf feste Malpappe.
Links unten in der feuchten Farbe datiert und ortsbezeichnet "Bruck". 30 x 36,5 cm (11,8 x 14,3 in).

PROVENIENZ: Privatsammlung Süddeutschland.

Aufrufzeit: 18.07.2020 - ca. 17.11 h +/- 20 Min.

Essay
Um 1800 fand sich in München in der Loslösung vom traditionellen akademischen Landschaftsbild eine Grupper von Malern zusammen, die im nahen Münchner Umland die besondere Schönheit und das Charakteristische der Oberbayerischen Landschaft einzufangen suchten. In längeren Wanderungen erschlossen die Künstler die Natur und begründeten so die "Münchner Schule". Kleinformatige Arbeiten mit Öl auf Papier, oftmals vor der Natur angefertigt, galten seinerzeit als Studien, da sie nicht den akademischen Anforderungen für Landschaftsgemälde entsprachen. Daraus entwickelte sich eine neuartige Bildform, der die Zukunft gehören sollte: Sorgsam ausgewählte Landschaftsausschnitte geben, wie auch unsere vorliegende Ansicht einer Lichtung bei Bruck, die ureigenste Erscheinung der Natur wieder - ohne pathetische Aussage und idealisierenden Anspruch. Naturnähe und das einfache Leben der Landbevölkerung treten dagegen in den Fokus. Meist finden sich in den Ölstudien nur sehr marginale Bleistiftlinien als Grundgerüst der Komposition, doch zunehmend arbeiten einige Maler "alla prima", direkt mit der Farbe und ohne jegliche Vorzeichnung. Um die jeweilige spezifische Stimmung der Szenerie einzufangen, bleibt dem Künstler meist nicht mehr als eine halbe Stunde Zeit, bevor sich das Licht und damit die Erscheinung der Natur wieder verändern. Die einige Jahre später zum Durchbruch gelangende Freilichtmalerei scheint auch hier bereits zum Greifen nah. [EL]
 


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