Auktion: 502 / Klassische Moderne II am 13.06.2020 in München Lot 120000008

 
120000008
Ernst Ludwig Kirchner
Selbstbildnis (zeichnend), 1916.
Radierung
Schätzpreis: € 40.000 - 60.000
+
Objektbeschreibung
Selbstbildnis (zeichnend). 1916.
Radierung mit Flächenätzung.
Gercken 780 (II von III). Signiert und bezeichnet "Eigendruck". Auf Blotting Papier von Huber Frères Wintherthur (mit Prägedruck). 40,5 x 30,7 cm (15,9 x 12 in). Papier: 85 x 42,8 cm (33,4 x 16,8 in).

• Ein Abzug dieser Radierung wurde letztmalig vor 25 Jahren auf dem internationalen Auktionsmarkt angeboten
• Das einzige Selbstbildnis aus dem Jahr 1916
• Andere Abzüge befinden sich im Brücke Museum, Berlin, und im Städel Museum, Frankfurt
.

PROVENIENZ: Privatsammlung Deutschland (seit 1972 in Familienbesitz).

LITERATUR: Kornfeld und Klipstein, Bern, 145. Auktion, 15.6.-17.6.1972, Lot 524.
Brief von Ernst Ludwig Kirchner an Gustav Schiefler über diese Radierung:
Sehr geehrter Herr Direktor,
hier sende ich anbei das Selbstporträt, das ich für Ihr Fräulein Tochter bestimmt hatte. Es ist in einer Nacht entstanden, wo das Bewußtsein sich halb aufgelöst hat, ich wußte deshalb nicht, ob es ihr gefallen würde, und habe deshalb noch 2 andere Blätter beigelegt. Gegen Mitte Mai will ich wieder nach Königstein, meine Kur fortzusetzen. Es ist so schwer für mich, außerhalb meines Ateliers und der gewohnten Arbeit, die die Zeit teilt, zu leben und nach dem Willen des Arztes zu existieren. Aber es ist gut, und ich hoffe, dort wieder hoch zu kommen.
Zit. nach: Wolfgang Henze, Ernst Ludwig Kirchner - Gustav Schiefler. Briefwechsel, S. 78.

 


Weitere Abbildungen
 
Aufgeld, Steuern und Folgerechtsabgabe zu Ernst Ludwig Kirchner "Selbstbildnis (zeichnend)"
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Bei Objekten, deren Künstler nicht bereits vor mindestens 70 Jahren verstorben ist, fällt eine Folgerechtsumlage i.H. von 1,5% zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer an.