Auktion: 490 / Kunst des 19. Jahrhunderts am 22.11.2019 in München Lot 119002014

 
119002014
Alexander Koester
Brixlegg im Zillertal, Tirol, Um 1889/90.
Öl auf Leinwand
Schätzpreis: € 7.000 - 9.000
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Objektbeschreibung
Brixlegg im Zillertal, Tirol. Um 1889/90.
Öl auf Leinwand.
Links unten signiert. Verso auf dem Keilrahmen mit typografisch bezeichnetem Etikett mit Titel und Künstlernamen. 46,2 x 68,5 cm (18,1 x 26,9 in).

PROVENIENZ: Antiquitätenhandel Dieter Wurzbach, Leipzig.
Privatsammlung Norddeutschland (1981 beim Vorgenannten erworben).

Essay
Auf Wunsch seines Vaters wird der junge Alexander Koester 1882 zunächst Lehrling in einer Apotheke in Wintzheim bei Colmar. Zwar liegt ihm der Beruf nicht, doch die ausgedehnten Wanderungen, auf denen er Heilkräuter für seinen Lehrmeister sammelt, geben Koester die Möglichkeit, seiner eigentlichen Leidenschaft nachzugehen und zu zeichnen. Es entstehen in diesen frühen Jahren zahlreiche Landschaftsstudien, mithilfe derer der junge Autodidakt seine Fähigkeiten mehr und mehr schult. Nach dem Abschluss der Lehre darf Koester, seinem Herzenswunsch folgend, ein Studium an der Karlsruher Kunstakademie aufnehmen. Seine Landschafts- und Genrebilder führt er jetzt immer häufiger auch in Öl aus, doch bleibt das Zeichnen in der Natur zeitlebens ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitens, wie auch seine charakteristischen Entendarstellungen eindrucksvoll belegen. Unser Motiv entsteht im August 1889 auf seiner Tirolreise durch das Inn-, Ötz und Zillertal. Die Rückenfigur eines Bauernjungen, der mit seinem Erntekorb auf der blühenden Sommerwiese steht und talwärts blickt, bildet das Bindeglied zwischen Betrachter und Bildraum. Auf dem Hut des Jungen und seinem Oberkörper reflektiert das Licht der hochstehenden Sonne. Im Bildmittelgrund sehen wir die Häuser von Brixlegg mit der Kirche Unserer Lieben Frau im Zentrum und rechts in der Ferne schließlich die schneebedeckten Gipfel der Kitzbühler Alpen. In dieser sommerlich-leichten Berglandschaft demonstriert der junge Alexander Koester bereits sein großes Talent sowohl in der Behandlung des Lichtes als auch in Bezug auf Perspektive und Tiefenwirkung. Darüber hinaus empfiehlt er sich hier einmal mehr als sensibler Genremaler - ein Umstand, der angesichts seiner begehrten Entenmotive leicht in Vergessenheit gerät. [EL]
 


Weitere Abbildungen
 
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