Auktion: 495 / Kunst nach 1945 / Zeitgenössische Kunst am 07.12.2019 in München Lot 235

 
235
Heinz Mack
Die Schnecke, 1954.
Bronze
Nachverkaufspreis: € 45.000
+
Objektbeschreibung
Die Schnecke. 1954.
Bronze.
Honisch 224. Mit dem Namenszug des Künstlers und der Nummerierung sowie mit dem Gießerstempel "Noack Berlin". Eines von 6 Exemplaren. 66 x 84 x 20 cm (25,9 x 33 x 7,8 in). Sockel: 116 x 36 x 36 cm ( 45,6 x 14,2 x 14,2 in).
Gegossen von der Bildgießerei Noack Berlin 2003.
• erstmals auf dem internationalen Auktionsmarkt
• frühe, wegweisende Arbeit in kleiner Auflage von nur sechs Exemplaren
• exemplarisch für Macks Spiel mit Kontrasten – Stillstand und Bewegung – Zukunft und Vergangenheit – Licht und Schatten
.

PROVENIENZ: Galerie Neher, Essen.
Privatsammlung Nordrhein-Westfalen (direkt vom Vorgenannten erworben).

„Zu den ästhetischen Kriterien der Arbeit an einer Skulptur, [..] gehört für mich der Wunsch, dem Werk eine Identität zu geben, eine innere Struktur, in der eine wortlose, melodische Sprache sowie ein rhythmischer Klangraum eine Atmosphäre bewirkt, die das nicht aussprechbare Sein des Werkes sichtbar macht, als Erscheinung, als Aura.“ Heinz Mack

Essay
1953 beendet Heinz Mack sein künstlerisches Studium. Schon früh entstehen wegweisende und außergewöhnliche Arbeiten, die im zeitgenössischen Umfeld ihresgleichen suchen. So schreibt Dieter Honisch in einem Essay zu dem Thema: "Wichtig ist einzig und allein, wann und wo das eigentliche Konzept von Mack zum Durchbruch kommt und sich Zugang zur Kunstgeschichte verschafft" (zit. nach: D. Honisch, Mack - Skulpturen 1953-1986, Düsseldorf 1986, S. 19). Unser zu diesem Frühwerk zählendes Objekt zeigt exemplarisch Macks bravouröses Spiel der Gegensätze: Statik und Dynamik, prähistorische und futuristische Formensprache, Licht und Schatten. Die Veränderung der Skulptur von fossiler Schnecke zur futuristisch anmutenden Spirale zeigt, wie Mack in seiner Skulptur nicht nur formale Bewegung, sondern auch zeitliche Dynamik zu verkörpern versteht. Das Werk zeigt dem Betrachter ihren elementaren und kraftvollen Charakter in Verbindung mit Licht und/oder Bewegung. Mack beschreibt dies folgendermaßen: „Meine Arbeiten sind Gegenstände im Raum, Reflektoren des Lichts und Instrumente der Bewegung. In ihren rhythmischen Strukturen ist Zeit sichtbar. Ich mache keine Objekte, weil ich mich nicht an der Versachlichung unserer Welt beteilige.“ [KK]
 


Aufgeld, Steuern und Folgerechtsabgabe zu Heinz Mack "Die Schnecke"
Dieses Objekt wird regel- oder differenzbesteuert angeboten.

Berechnung bei Differenzbesteuerung:
Zuschlag bis einschließlich € 500.000: 32 % Aufgeld
Zuschläge über € 500.000: Teilbeträge bis einschließlich € 500.000 32 %, Teilbeträge über € 500.000 27 % Aufgeld
Das Aufgeld enthält die Umsatzsteuer, diese wird jedoch nicht ausgewiesen.

Berechnung bei Regelbesteuerung:
Zuschlag bis einschließlich € 500.000: 25 % Aufgeld zuzügl. der gesetzlichen Umsatzsteuer
Zuschläge über € 500.000: Teilbeträge bis einschließlich € 500.000 25%, Teilbeträge über € 500.000 20% Aufgeld, jeweils zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer

Wir bitten um schriftliche Mitteilung vor Rechnungsstellung, sollten Sie Regelbesteuerung wünschen.

Berechnung bei Folgerechtsabgabe:
Bei Objekten, deren Künstler nicht bereits vor mindestens 70 Jahren verstorben ist, fällt eine Folgerechtsumlage i.H. von 1,5% zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer an.