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Auktion: 489 / Evening Sale am 07.06.2019 in München Lot 118

 
Objektbeschreibung
Verseit. 1982/90.
Acryl auf Leinwand.
Unten mittig signiert. Verso auf der Leinwand zweifach signiert (davon einmal in Druckbuchstaben) sowie datiert, betitelt und mit den minimal abweichenden Maßangaben bezeichnet. 212 x 184 cm (83,4 x 72,4 in).

- Großformatige Arbeit des bedeutenden Op-Art-Künstlers.
- Vasarely wird 2018/19 in großen Ausstellungen im Städel Museum, Frankfurt am Main, und im Centre Pompidou, Paris, gefeiert
.
Mit einer schriftlichen Bestätigung des Künstlers aus dem Jahr 1990 (in Kopie).

PROVENIENZ: Privatsammlung USA (direkt vom Künstler erworben).
Privatsammlung Europa.

Essay
Die geometrische Abstraktion bleibt auch in Vasarelys Spätwerk die allumfassende Basis für seine großformatigen, farbexplosiven Arbeiten. Ziel seiner malerischen Bemühungen ist dabei häufig die geometrisch-visuelle Verwirrung, weshalb er bereits in den 1960er Jahren und auch heute noch als wichtigster Vertreter der Op-Art bezeichnet wird. Als einen sehr frühen Inspirationsmoment gibt der Künstler das 1931 von dem ukrainischen Grafikdesigner A. M. Cassandre für eine Pariser Druckerei entworfene Plakat an, das den jungen Vasarely aufgrund der Verwendung von axonometrisch gezeichneten Doppelwürfeln fasziniert. Fortan widmet er sich in zahlreichen, sein gesamtes Œuvre überspannenden Arbeiten dem Wechselspiel dreidimensionaler und zweidimensionaler Gebilde. Immer wieder gelingt ihm die meisterhafte Darstellung geometrisch-plastischer Formen auf der planen Fläche des Bildträgers - ohne Verkürzung der Grundflächen, als reine Addition von Quadraten und Rhomben. Das hier angebotene Werk greift dabei ein Stück weit auf eine Reihe von Arbeiten zurück, die Vasarely bereits 1964 in der Werkserie "Hommage à l'Hexagone" entwickelt. Auch in "Verseit" platziert der Künstler ein Sechseck in das Zentrum des Bildes. Die feine Nuancierung der Gelb- und Brauntöne trägt dazu bei, dass der ratlose Betrachter die Verbindungen und räumlichen Zusammenhänge der komplexen, scheinbar aus mehreren übereinandergestapelten Würfeln bestehenden Konstruktion visuell nicht zu entziffern im Stande ist. "Wir können die Struktur verschieden lesen: aus dem Bild heraustretend, ins Bild, in die Fläche zurückstoßend. Dieser Effekt stimuliert das Sehen, fordert es zu einem alternativen Sehen auf." (Werner Spies, in: Ausst.-Kat. Vasarely. Erfinder der Op-Art, Ludwigshafen/Wolfsburg/Bottrop 1997/98, S. 160.). [CH]
118
Victor Vasarely
Verseit, 1982/90.
Acryl auf Leinwand
Schätzung:
€ 120.000
Ergebnis:
€ 150.000

(inkl. 25% Käuferaufgeld)
 


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