Auktion: 479 / Klassiker des 20. Jahrhunderts I am 08.12.2018 in München Lot 802

 
802
Herbert Zangs
Ohne Titel (Faltung), Um 1953.
Mischtechnik
Schätzung:
€ 35.000
Ergebnis:
€ 42.500

(inkl. 25% Käuferaufgeld)
Objektbeschreibung
Ohne Titel (Faltung). Um 1953.
Mischtechnik . Dispersionsfarbe und gefaltetes Packpapier auf Packpapier aufgezogen. In Objektkasten.
De Martelaere I.2.118. 43 x 73 cm (16,9 x 28,7 in). Objektkasten: 60,5 x 90 x 5 cm ( 23,8 x 35,4 x 1,9 in).

Aus der wichtigsten und größten Werkreihe, die Herbert Zangs in den 50er Jahren geschaffen hat.

PROVENIENZ: Privatsammlung Paris.
Privatsammlung Rheinland.

AUSSTELLUNG: Herbert Zangs - Zurückhaltung schafft Freiraum, Galerie Berthold Pott, Köln 3.6.-5.7.2016.

"Ich war allein und sehr isoliert und habe das ganze Jahr wie ein Verrückter gearbeitet .. ich hatte da einen gewaltigen Motor in mir."
Herbert Zangs in einem Zeitungsinterview über das Jahr 1953, 1994.

Essay
1953 findet Zangs mit den "Faltungen" zu einer ganz neuartigen Bildform. Nun nimmt die wichtigste und größte Werkreihe ihren Anfang, die Herbert Zangs in den 50er Jahren geschaffen hat. Zwei Techniken stehen in den Jahren 1953 und 1954 einander gegenüber: die reliefartigen Arbeiten aus Packpapier, wie in unserem Falle, und die annähernd ebenen Pappfaltungen, jeweils mit verdünnter, weißer Industriefarbe übermalt. Der unbedingte Gestaltungswille von Zangs offenbart sich in unserer "Faltung" in aller Deutlichkeit: Kein Feld gleicht dem anderen. Die geometrische Strenge der Gitterform wird hier gezielt aufgebrochen, mit Energie und Leben gefüllt. Zugleich entfaltet das geweißte Relief gleichsam meditative Wirkung - "wie ein Moment der Ruhe im Chaos" (Didier Semin über die "Faltungen", zit. nach: De Martelaere I.2, S. 15) [EL]
802
Herbert Zangs
Ohne Titel (Faltung), Um 1953.
Mischtechnik
Schätzung:
€ 35.000
Ergebnis:
€ 42.500

(inkl. 25% Käuferaufgeld)