Auktion: 468 / Klassische Moderne I am 09.06.2018 in München Lot 716

 
716
Emil Nolde
Mohnblumen, Um 1925/1930.
Aquarell
Schätzung:
€ 80.000
Ergebnis:
€ 175.000

(inkl. 25% Käuferaufgeld)
Objektbeschreibung
Mohnblumen. Um 1925/1930.
Aquarell.
Rechts unten signiert. 35,5 x 47,2 cm (13,9 x 18,5 in) , blattgroß.

Mit einer Fotoexpertise von Prof. Dr. Manfred Reuther vom 19. Juli 2017. Das Aquarell ist unter der Nummer "Nolde A - 41/2017" im Archiv Reuther gelistet.

PROVENIENZ: Privatsammlung Wiesbaden.

"Farben sind meine Noten, mit denen ich gegen und zueinander Klänge und Akkorde bilde."

Emil Nolde, "Worte am Rand", 30.5.1943, zitiert in "Emil Nolde - in Glut und Farbe", 2013, S. 23

Essay
Mit farbenprächtigen Blumenbildern hat sich der deutsche Maler Emil Nolde in die Herzen der Kunstfreunde gemalt. Seine Werke bestechen durch ihre Farbigkeit und ihre Kraft. Nolde beschreibt selbst, dass ihm das Malen in Aquarellfarben ein Bedürfnis sei. Er malt Menschen, Landschaften, Tiere und Blumen. Von der intimen Art seiner frühen Aquarelle arbeitet er sich zu der freieren, breiteren und flüssigen Darstellung, die ein besonders gründliches Verstehen und Eingehen auf die Art der Papiere und die Möglichkeiten der Farben erfordert. Noldes Liebe zu den Blumen reicht in seine Kindheit zurück und begleitet seine gesamte künstlerische Laufbahn. Wie in unserem Beispiel ist es die Reinheit und Freiheit der Farbe, aber auch die Verbindung von Schönheit und Vergänglichkeit, welche den Künstler immer wieder aufs Neue reizt. Das Blumenbild lässt seiner Farbfantasie mehr Freiheit als jedes andere Thema, hier kann er seine Vorstellung von der Musikalität und absoluten Wirkung der Farbe bis in die Nähe der Abstraktion treiben, ohne die Bindung an die Natur zu verlieren, die immer Voraussetzung seines Schaffens bleibt. [SM]
716
Emil Nolde
Mohnblumen, Um 1925/1930.
Aquarell
Schätzung:
€ 80.000
Ergebnis:
€ 175.000

(inkl. 25% Käuferaufgeld)