Auktion: 460 / Contemporary Art am 09.12.2017 in München Lot 735

 
735
Daniel Richter
Ohne Titel, 1994.
Mischtechnik
Schätzung:
€ 8.000
Ergebnis:
€ 10.000

(inkl. 25% Käuferaufgeld)
Objektbeschreibung
Ohne Titel. 1994.
Mischtechnik . Aquarell, Gouache und Lackfarbe auf Papier.
Rechts unten monogrammiert und datiert. Auf leichtem Velin. 124 x 88 cm (48,8 x 34,6 in) , blattgroß.
[EL].

PROVENIENZ: Vormals Contemporary Fine Arts, Berlin (verso auf der Rahmenrückpappe mit dem Galerieetikett).

"irrsinnig nervtötend"
Daniel Richter über seine eigenen Arbeiten, zit. nach: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 22. April 2007

Essay
Zu Beginn seiner künstlerischen Entwicklung widmet sich Daniel Richter ab Beginn der 1990er Jahre der Abstraktion. Seine Arbeiten verbinden verschlungene Figurationen und Ornamente mit den Resultaten scheinbar zufälliger Gesten, "das sorgfältig Angelegte und Ausgemalte scheint sich in einem ständigen Kampf mit dem Dahingewischten, dem Getropften und Gekleckerten zu befinden" (zit. nach: Christoph Heinrich (Hrsg.), Daniel Richter. Die Palette, Hamburg 2007, S. 9). Die Werke strotzen vor Lust an der Vielfalt von Form und Farbe und erinnern in ästhetischer Hinsicht durchaus an urbanes Graffiti. Während Daniel Richter seine Arbeiten als "irrsinnig nervtötend" beschreibt, formuliert es der Hamburger Kunsthistoriker Roberto Ohrt so: "Am Anfang hatte man den Eindruck, ein Schwarm Vögel hätte sein buntes Gefieder verdaut und als farbigen Dreck auf der Leinwand hinterlassen. Das materialbewusste Klecksen [..] war jedoch nur eine Einstiegsdroge, die Eröffnung einer Wette, in der es darum gehen sollte, das Bild auf einen maximalen Überfluss von Farbe und Malerei zutreiben zu lassen" (zit. nach: Noch einmal blinde Kuh, in: Ausst.-Kat. Daniel Richter - 17 Jahre Nasenbluten, Berlin 1997, S. 10). [CH]
735
Daniel Richter
Ohne Titel, 1994.
Mischtechnik
Schätzung:
€ 8.000
Ergebnis:
€ 10.000

(inkl. 25% Käuferaufgeld)