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Auktion: 449 / Klassische Moderne I am 10.06.2017 in München Lot 203

 
Objektbeschreibung
Pflänzchen im Wald. 1910.
Öl auf Leinwand.
Vriesen 176. Heiderich 212. Verso auf dem Keilrahmen mit dem Nachlassstempel, von fremder Hand mit dem Künstlernamen, Titel und der Werkverzeichnisnummer "V. 176" versehen. 43 x 49 cm (16,9 x 19,2 in).

Wir danken Frau Ursula Heiderich für die freundliche Auskunft.

PROVENIENZ: Nachlass des Künstlers (1957).
Privatbesitz Frankfurt a. M.
Galerie Aenne Abels, Köln (1966).
Sammlung Helmut Horten, Hamburg.
Privatbesitz Rheinland.

AUSSTELLUNG: Jubiläums-Katalog 1919-1969, Galerie Aenne Abels (Kat.-Nr. 27, m. Abb.).

LITERATUR: Ursula Heiderich, August Macke, Ostfildern 2008, S. 18ff.

Essay
Schon während seines Studiums in Düsseldorf liest August Macke "Die Welt als Wille und Vorstellung" von Arthur Schopenhauer. Macke nimmt Schopenhauers Vorstellung vom Künstler als Vollender des "Weltwillens" auf. Demnach ist es Aufgabe des Künstlers, das von den Schwierigkeiten des Daseins verletzte Streben der Menschen, Tiere und Pflanzen nach Vollkommenheit im Kunstwerk als rein und unverletzt zu zeigen. So sind hier die keimenden Pflanzen trotz des unwirtlichen und harten Bodens von kräftiger Frische, klarer Form und unverletzt.
Das vorliegende Werk entstand 1910 in Tegernsee. Die in ihm formulierte Weltvorstellung bleibt auch weiterhin für August Mackes Bildinhalte bestimmend. Damit ist diese Arbeit eine überaus klare Manifestation seiner Weltauffassung.
203
August Macke
Pflänzchen im Wald, 1910.
Öl auf Leinwand
Schätzung:
€ 60.000
Ergebnis:
€ 67.500

(inkl. 25% Käuferaufgeld)
 


Weitere Abbildungen
August Macke - Pflänzchen im Wald - Rahmenbild
Rahmenbild
August Macke - Pflänzchen im Wald - Weitere Abbildung
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