Auktion: 446 / Kunst des 19. Jahrhunderts am 24.05.2017 in München Lot 3

 
3
Carl Kronberger
Niemand zu Hause, Ca. 1880/90.
Öl auf Leinwand
Schätzung:
€ 3.000
Ergebnis:
€ 2.875

(inkl. 25% Käuferaufgeld)
Objektbeschreibung
Niemand zu Hause. Ca. 1880/90er Jahre.
Öl auf Leinwand.
Rechts unten signiert. 36,5 x 30,5 cm (14,3 x 12 in).
Verso auf dem Keilrahmen Fragmente eines roten Lacksiegels sowie geringfügige Etikettenreste. [CB].

PROVENIENZ: Sotheby's, München, 21. Juni 1994, Lot 161.
Privatsammlung Süddeutschland.

Essay
Der Autodidakt Carl Kronberger ist mit seinen dem Zeitgeist entsprechenden Gemälden zwischen 1866 und 1919 häufig auf Ausstellungen in München vertreten. Aufgrund seiner warmherzigen Genreszenen nennt man ihn den "österreichischen Spitzweg". Kronberger, der keiner Kunstschule im klassischen Sinne zuzuordnen ist, wird dennoch bei seiner humoristisch aufgefassten Genremalerei durch den späten Biedermeier und vom gründerzeitlichen Genrebild aus dem Umkreis des Karl von Piloty beeinflusst. Reproduktionen seiner Werke in viel gelesenen Zeitschriften verleihen ihm Popularität und große Beliebtheit. Auch die vorliegende Arbeit zeugt von Kronbergers einfühlsamer Beobachtungsgabe: Ein im eisigen Schneetreiben stehender kleiner Junge, dessen von Kälte geröteten Wangen sich deutlich in seinem Gesicht abzeichnen, wartet beharrlich auf die Heimkehr der Hausherren, während sich auf seiner Kleidung und auf dem Schlitten bereits der Schnee sammelt.
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Carl Kronberger
Niemand zu Hause, Ca. 1880/90.
Öl auf Leinwand
Schätzung:
€ 3.000
Ergebnis:
€ 2.875

(inkl. 25% Käuferaufgeld)