Auktion: 437 / Kunst nach 1945 I am 10.12.2016 in München Lot 851

 

851
Heinz Mack
Lichtstele, 1965.
Plastik
Schätzung:
€ 70.000
Ergebnis:
€ 90.000

(inkl. 25% Käuferaufgeld)
Lichtstele. 1965.
Plastik. Reflektierendes Aluminium und Plexiglas.
Auf der Seitenkante signiert und datiert. Mit Sockel: 246 x 41 x 61 cm (96,8 x 16,1 x 24 in).

\cf1 Mit einem Foto-Zertifikat von Prof. Heinz Mack, Mönchengladbach, vom November 2016.

PROVENIENZ: Privatsammlung Hessen.
Privatsammlung Süddeutschland.



Mit seinen Arbeiten hat Heinz Mack sich einen eigenen Platz in der Nachkriegskunst gesichert, der zwischen skulpturalem Anspruch und architektonischem Raumelement liegt. Durch die Hereinnahme von Licht, sei es nun passiv oder aktiv, werden die Objekte von Mack aus ihrem rein skulpturalen Umfeld herausgehoben und bekommen eine eigenständige Komponente. Es ist nicht mehr nur die Materialität der Formen, die den Gesamteindruck bestimmt, das Licht bestimmt aktiv deren Aussagekraft. Es entstofflicht Materie und hebt sie in eine andere Ebene. Je nach Lichteinfall oder, anders ausgedrückt, nach der Intensität, mit der das Licht die Gesamtwirkung einer Arbeit von Mack bestimmt, kann die Wirkung völlig unterschiedlich sein. Das will sagen, dass das Stoffliche, die Materie nur relativ gesehen werden kann. Es ist zwar vorhanden, aber optisch unterschiedlich präsent. Mack nimmt für seine Arbeiten eine Umwelt in Anspruch, der nur noch eine dienende Funktion zukommt. Das raumbeherrschende Element, sowohl optisch als auch in der Intensität seiner Wirkung, ist das Objekt von Heinz Mack, ihm hat sich alles andere unterzuordnen.



851
Heinz Mack
Lichtstele, 1965.
Plastik
Schätzung:
€ 70.000
Ergebnis:
€ 90.000

(inkl. 25% Käuferaufgeld)