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Auktion: 460 / Contemporary Art am 09.12.2017 in München Lot 714

 
Objektbeschreibung
Riga. 2002.
Öl auf Leinwand.
Rechts unten signiert, datiert und betitelt. 190 x 210 cm (74,8 x 82,6 in).

PROVENIENZ: Privatsammlung Nordrhein-Westfalen (direkt vom Künstler erworben).

Essay
Das malerische Werk von Detlev Foth changiert spannungsvoll zwischen expressiver Figuration und gegenstandsaufgelöster Abstraktion. Schon als junger Mann arbeitet er mit Kurt Link zusammen, der in Düsseldorf als Künstler tätig ist und zeitlebens enge Verbindungen zur Düsseldorfer Schule, darunter auch zu Joseph Beuys, unterhält. 1979 nimmt Detlev Foth dann selbst sein Studium an der Düsseldorfer Kunstakademie auf. Zu seinen Lehrern zählen Luise Kimme, Bernhard Lüthi, Siegfried Cremer, Tony Cragg, Walter Biemel und Rolf Sackenheim. Bei Karin Rissa wird Detlev Foth 1985 Meisterschüler. Detlev Foth entwickelt in seinen Gemälden eine eigenständige, zwischen Abstraktion und Figuration stehende Bildsprache, die in ihrem Farbauftrag und den kristallinen Formen an Meister des Impressionismus wie Claude Monet und des Expressionismus wie Ernst Ludwig Kirchner erinnert. Mit pastosem, gestischen Pinselstrich verortet Foth seine Landschaftsgemälde und Architekturbilder in diesem Grenzbereich. Zwar bleiben die Malereien bis auf Ausnahmen gegenständlich, doch werden die Motive in verschiedenen Graden von der Abstraktion erfasst und spielen so spannungsvoll mit dem Erkennen und Erahnen des Betrachters. So erscheint auch unser Werk auf den ersten Blick als eine aus lasierenden und pastosen Strukturen bestehende Farboberfläche, aus der sich durch opulent in gestischen Pinselstrichen aufgetragene Farbe die Formen einer Stadt herausschälen, die durch die Beischrift des Künstlers als Riga zu identifizieren ist. Die zarten Farbnuancen des Himmels bilden dabei einen spannungsvollen Kontrast zu den kräftigen Farbtönen der städtischen Strukturen und lassen das Bild zwischen friedlichem Idyll und pulsierendem Stadtleben changieren. Neben solch urbanen Darstellungen finden sich in Foths malerischem ¼uvre auch Porträts und exotisch-expressiv anmutende Aktgemälde. Auch Papierarbeiten und Handzeichnungen gehören zu seinen Ausdrucksmedien sowie Collagen und digital bearbeitete Fotografien, die gelegentlich surrealistische Tendenzen aufnehmen. Bereits als Student kann Detlev Foth seine erste Einzelausstellung in der Galeria de Arte Sala Goya auf Palma de Mallorca bespielen (1981). Es folgen weitere internationale Einzelausstellungen, unter anderem in Brasilien, Portugal und Kairo. Jüngst waren Arbeiten Foths in der Galerie Arthropologie in Kairo (2012), in der Gruppenausstellung "Schutzraum - Kunst im Bunker" in Düsseldorf (2013) und der Kunsthandlung Steinbach in Krefeld (2015) zu sehen. Der Künstler lebt und arbeitet in Düsseldorf. [FS]
714
Detlev Foth
Riga, 2002.
Öl auf Leinwand
Schätzung:
€ 4.000
Ergebnis:
€ 7.500

(inkl. 25% Käuferaufgeld)
 


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