Auktion: 277 / Kunst des XX. Jahrhunderts und Muenchner Schule am 06.12.2002 Lot 198

 
Rupprecht Geiger - 376/62


 
198
Rupprecht Geiger
376/62, 1962.
Öl auf Leinwand
Schätzung:
€ 40.000
Ergebnis:
€ 34.500

(inkl. 15% Käuferaufgeld)
Objektbeschreibung

376/62
Öl auf Leinwand , 1962
Rückseitig signiert und datiert sowie auf dem Keilrahmen mit der Werknummer bezeichnet. 110 x 101 cm ( 43,3 x 39,7 in).

Die Arbeit wird in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis unter der Nummer Dornacher/Geiger WV 376 aufgenommen

PROVENIENZ: Galerie Rudolf Zwirner, Köln.
Privatsammlung München, seit 1964.

Ausstellung: Rupprecht Geiger, Galerie Rudolf Zwirner, Köln, September 1964 (ohne Kat.).

Rupprecht Geigers Farbfeldmalereien, die sich in der Folge bis zu monochromen Flächen entwickelt haben, besitzen in den sechziger Jahren, in denen unser Bild entstand, noch nicht die spätere, oft agressive Farbigkeit. Fast ruhig verfließt das leicht strukturierte Rot, das hier noch in seiner Wirkung einen eher leisen Ton anschlägt, in ein verhaltenes Blau, um sich dann in einem Schwarz zu sättigen. Das Gestische des Informel, das hier bei Geiger bewusst dezent vorgetragen wird, sucht seine Kraft allein in der Farbe. Es wird ins Mystische gewandelt, das über den Farbverlauf das Bewusstsein auf besonders subtile Weise anspricht. Geigers Malerei ist um diese Zeit noch weit entfernt von jener dominanten Farbpräsenz, die sein späteres Werk bestimmen soll. Die Arbeit ist ein interessantes Beispiel für die Entwicklung, die der Künstler in diesen Jahren durchläuft. Sie dokumentiert einen Gestaltungswillen, der sich von Überflüssigem freimacht, um sich ganz auf das Wesentliche der Farbe zu konzentrieren, in der Hoffnung, dass die auf diesem Wege vermittelte Botschaft bereitwillige Aufnahme findet. [KD]

198
Rupprecht Geiger
376/62, 1962.
Öl auf Leinwand
Schätzung:
€ 40.000
Ergebnis:
€ 34.500

(inkl. 15% Käuferaufgeld)