Auktion: 293 / Kunst des XX. Jahrhunderts am 12.05.2005 Lot 49

 
Emil Nolde - Blumen und Maske


 
49
Emil Nolde
Blumen und Maske
Aquarell
Schätzung:
€ 60.000
Ergebnis:
€ 63.250

(inkl. 15% Käuferaufgeld)
Objektbeschreibung

Blumen und Maske
Aquarell
Links unten signiert. Auf Japan 46,7 x 34,7 cm ( 18,3 x 13,6 in), blattgroß.
Das Aquarell wurde in den 1950er Jahren von der Flensburger Schiffsreederin Greta Korn direkt beim Künstler erworben. Frau Korn war die Schwägerin von Dr. Thomas Fries, dem Gründer der Thomas und Else Fries Nolde-Stiftung im Städtischen Museum Flensburg. Als Kunstmäzenin und Vorsitzende des Flensburger Kunstvereins pflegte sie freundschaftliche und gesellschaftliche Kontakte zu Nolde. Das Bild blieb im Familienbesitz.

PROVENIENZ: Sammlung Greta Korn, Flensburg.
Privatsammlung Süddeutschland.

Emil Noldes Faszination für die exotische Kunst beginnt früh und findet in der Ostasienreise von 1913/14 ihre erste Erfüllung. In den Folgejahren tauchen immer wieder Gegenstände fremder Kulturen in den Bildern Noldes auf. Sie bereichern die Komposition ohne sie nachhaltig zu beeinflussen. Nolde scheint den Gegensatz von Exotik und Tradition geschätzt und in der bewussten Konfrontation als Belebung seiner Stilleben genutzt zu haben. Auffällig an unserem Aquarell ist die Vermenschlichung der Züge in der ostasiatischen Maske, die nachgerade schwebend an der Wand über der Hyazinthe hängt und in dieser Zusammenstellung mit ihr eine merkwürdig mystische Verbindung eingeht. Ohne einen realen Raumbezug treten die beiden Bildkomponenten in einen Dialog miteinander ein, den Nolde als zusätzliches Spannungselement in die Komposition einführt. [KD]

49
Emil Nolde
Blumen und Maske
Aquarell
Schätzung:
€ 60.000
Ergebnis:
€ 63.250

(inkl. 15% Käuferaufgeld)