Auktion: 611 / Day Sale am 05.12.2026 in München → Lot 126000835
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126000835
Fritz Koenig
Raum für Zwei, 1980.
Eisen, montiert
Schätzpreis: € 40.000 - 60.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
126000835
Fritz Koenig
Raum für Zwei, 1980.
Eisen, montiert
Schätzpreis: € 40.000 - 60.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
Fritz Koenig
1924 - 2017
Raum für Zwei. 1980.
Eisen, montiert.
An der rechten Seite unten mit dem eingeritzten Künstlermonogramm. Eines von nur 2 Exemplaren. 32,5 x 40 x 31,8 cm (12,7 x 15,7 x 12,5 in). Sockel: 100 x 40 x 31,8 cm (39,3 x 15,7 x 12,5 in).
[KA].
• Zerbrechlichkeit, Gestalt, Dasein: Koenig erforscht die inneren Bewegungen des menschlichen Wesens in seiner unverwechselbaren geometrisch-abstrakten Bildsprache.
• Das einzige weitere Exemplar dieses Werks befindet sich im Skulpturenmuseum der Fritz und Maria Koenig-Stiftung, Landshut.
• Äußerst selten: erstmals auf dem internationalen Auktionsmarkt angeboten (Quelle: artprice.com).
• 2018 widmen die Uffizien in Florenz dem deutschen Bildhauer eine spektakuläre Retrospektive.
• Ähnliche Werke befinden sich in bedeutenden Sammlungen, darunter die Pinakothek der Moderne, München, sowie die Neue Nationalgalerie, Berlin.
PROVENIENZ: Privatsammlung (2010 direkt vom Künstler erworben).
LITERATUR: Dietrich Clarenbach, Fritz Koenig. Skulpturen. Werkverzeichnis, München 2003, WVZ-Nr. 707 (m. Farbabb. S. 189).
- -
Peter-Klaus Schuster, Fritz Koenig. Skulptur und Zeichnung, Ausst.-Kat. Neue Pinakothek, München; Akademie der Künste, Berlin 1988/89, Kat.-Nr. 39 (m. SW-Abb. S. 6 u. Farbabb. S. 127).
1924 - 2017
Raum für Zwei. 1980.
Eisen, montiert.
An der rechten Seite unten mit dem eingeritzten Künstlermonogramm. Eines von nur 2 Exemplaren. 32,5 x 40 x 31,8 cm (12,7 x 15,7 x 12,5 in). Sockel: 100 x 40 x 31,8 cm (39,3 x 15,7 x 12,5 in).
[KA].
• Zerbrechlichkeit, Gestalt, Dasein: Koenig erforscht die inneren Bewegungen des menschlichen Wesens in seiner unverwechselbaren geometrisch-abstrakten Bildsprache.
• Das einzige weitere Exemplar dieses Werks befindet sich im Skulpturenmuseum der Fritz und Maria Koenig-Stiftung, Landshut.
• Äußerst selten: erstmals auf dem internationalen Auktionsmarkt angeboten (Quelle: artprice.com).
• 2018 widmen die Uffizien in Florenz dem deutschen Bildhauer eine spektakuläre Retrospektive.
• Ähnliche Werke befinden sich in bedeutenden Sammlungen, darunter die Pinakothek der Moderne, München, sowie die Neue Nationalgalerie, Berlin.
PROVENIENZ: Privatsammlung (2010 direkt vom Künstler erworben).
LITERATUR: Dietrich Clarenbach, Fritz Koenig. Skulpturen. Werkverzeichnis, München 2003, WVZ-Nr. 707 (m. Farbabb. S. 189).
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Peter-Klaus Schuster, Fritz Koenig. Skulptur und Zeichnung, Ausst.-Kat. Neue Pinakothek, München; Akademie der Künste, Berlin 1988/89, Kat.-Nr. 39 (m. SW-Abb. S. 6 u. Farbabb. S. 127).
Fritz Koenig entwickelt seine Bildsprache aus einer präzisen Grammatik stereometrischer Formen. Kugel, Stab und Kubus treten an die Stelle organischer Körperlichkeit und verfremden die an sich konventionell figurale Formenwelt seiner Plastiken. Aus dieser Spannung zwischen Abstraktion und Figuration, geometrischer Ordnung und menschlicher Fragilität gewinnt "Raum für Zwei" seine stille Ausdruckskraft.
Zwei Figuren ruhen, ineinander verschränkt, auf einem massiven, blockhaften Podest. Diese innige Verflechtung der Körper ist charakteristisch für die eindringliche Art und Weise, mit der der Bildhauer die physische Vergänglichkeit menschlicher Existenz verdichtet. Auf exemplarische Weise gelingt es Koenig hier, die menschliche Gestalt zu expressiven Formen zu destillieren, die Momente tief empfundener Emotionalität eindringlich vermitteln. Das streng gefasste Podest verleiht ihrer Nähe zugleich einen bühnenhaften Charakter. Raum, Licht und Schatten beziehen den Betrachter in diese Szenerie ein und lassen das Verhältnis zu ihrer räumlichen Umgebung spürbar werden.
Die Arbeit steht exemplarisch für Fritz Koenigs meisterhaften Umgang mit den Grundformen seines plastischen Repertoires. Mit einfachsten Mitteln erzeugt er eine innere Würde der Gestaltung und führt die gegensätzlichen Prinzipien von verletzlicher Kreatur und geometrischer Ordnung eindringlich zusammen. In dieser Konzentration auf wenige, klar gefasste Elemente klingt zugleich eine Nähe zu Anton Hiller nach, bei dem Koenig an der Akademie der Bildenden Künste in München Meisterschüler war.
Koenigs internationale Anerkennung setzt 1958 mit seiner Teilnahme an der Biennale in Venedig ein. Wenige Jahre später rückt ihn die New Yorker Staempfli Gallery auch in den Fokus des amerikanischen Publikums; bis 1973 widmet sie seinem Werk regelmäßige Einzelausstellungen. Seinen wohl prominentesten öffentlichen Auftrag erhält Koenig mit der "Großen Kugelkaryatide NY", die zwischen 1968 und 1971 für die Plaza des World Trade Centers entstand. Beim Anschlag vom 11. September 2001 wird die Skulptur beschädigt, bleibt jedoch erhalten und ist fortan ein Erinnerungszeichen für die Opfer. Koenig etabliert sich über Jahrzehnte als einer der maßgeblichen Protagonisten der deutschen Bildhauerei in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. [EB]
Zwei Figuren ruhen, ineinander verschränkt, auf einem massiven, blockhaften Podest. Diese innige Verflechtung der Körper ist charakteristisch für die eindringliche Art und Weise, mit der der Bildhauer die physische Vergänglichkeit menschlicher Existenz verdichtet. Auf exemplarische Weise gelingt es Koenig hier, die menschliche Gestalt zu expressiven Formen zu destillieren, die Momente tief empfundener Emotionalität eindringlich vermitteln. Das streng gefasste Podest verleiht ihrer Nähe zugleich einen bühnenhaften Charakter. Raum, Licht und Schatten beziehen den Betrachter in diese Szenerie ein und lassen das Verhältnis zu ihrer räumlichen Umgebung spürbar werden.
Die Arbeit steht exemplarisch für Fritz Koenigs meisterhaften Umgang mit den Grundformen seines plastischen Repertoires. Mit einfachsten Mitteln erzeugt er eine innere Würde der Gestaltung und führt die gegensätzlichen Prinzipien von verletzlicher Kreatur und geometrischer Ordnung eindringlich zusammen. In dieser Konzentration auf wenige, klar gefasste Elemente klingt zugleich eine Nähe zu Anton Hiller nach, bei dem Koenig an der Akademie der Bildenden Künste in München Meisterschüler war.
Koenigs internationale Anerkennung setzt 1958 mit seiner Teilnahme an der Biennale in Venedig ein. Wenige Jahre später rückt ihn die New Yorker Staempfli Gallery auch in den Fokus des amerikanischen Publikums; bis 1973 widmet sie seinem Werk regelmäßige Einzelausstellungen. Seinen wohl prominentesten öffentlichen Auftrag erhält Koenig mit der "Großen Kugelkaryatide NY", die zwischen 1968 und 1971 für die Plaza des World Trade Centers entstand. Beim Anschlag vom 11. September 2001 wird die Skulptur beschädigt, bleibt jedoch erhalten und ist fortan ein Erinnerungszeichen für die Opfer. Koenig etabliert sich über Jahrzehnte als einer der maßgeblichen Protagonisten der deutschen Bildhauerei in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. [EB]
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