897
George Rickey
Pivoted fold - Baroque (Pin), 1988.
Schätzung:
€ 5.000 Ergebnis:
€ 5.875 (inkl. Käuferaufgeld)
Pivoted fold - Baroque (Pin). 1988.
Silberobjekt. Auf Holzsockel montiert.
Verso mit dem Monogramm und der Datierung. Unikat. Höhe: 14 x 5 x 4 cm (5,5 x 1,9 x 1,5 in), inklusive Holzsockel.
Wir danken Frau Birgit Mieschonz, The Estate of George Rickey und der Maxwell Davidson Gallery, New York für die freundliche Unterstützung.
PROVENIENZ: Peter und Veronica Nestler, Berlin (direkt vom Künstler erworben).
LITERATUR: Galerie Brockstedt, George Rickey. Kinetische Skulpturen 1956-2000, Verlag der Galerie Brockstedt Hamburg/Berlin, S. 29, mit Abb.
Am 6. Juni 1907 wird George Rickey in South Bend (Indiana) geboren. In Oxford beginnt Rickey 1926 sein Studium, wechselt aber 1929 nach Paris und beendet 1930 dort seine Ausbildung. 1945 entstehen - inspiriert durch das Werk Alexander Calders - die ersten Mobiles. Auf der Grundlage der Ideen der Bewegung und der Naturzeit entwickelt George Rickey sein Werk. Anders als seinerzeit Jean Tinguely vollführen alle Mobiles und kinetischen Plastiken Rickeys ihre Bewegungen ohne Hilfsmotor. Rickey nutzt für seine künstlerische Arbeit die Windkraft und die Schwerkraft. 1968 bis 1969 hält sich George Rickey als Stipendiat des DAAD in Berlin auf, es folgen zahlreiche Preise und Auszeichnungen, 1987 wird George Rickey Mitglied der Akademie der Künste in Berlin. In seinen in den neunziger Jahren realisierten zahlreichen Mobiles aus rostfreien Stahlelementen überträgt er das Prinzip des Pendels auf den umgebenden Raum. Selbst die 1975 entstandene 60 Zentimeter kleine bewegliche Skulptur "One up, one down oblique" arbeitet nach diesen Prinzipien. Die Titel der Arbeiten Rickeys bilden ihre einfachen Konstruktionen ab ("Zwei Linien hinein" oder "Sechs horizontale Linien"), die aber mit wissenschaftlicher Exaktheit umgesetzt werden. Neben diesen kleinen Mobiles entwirft Rickey aber auch zahlreiche Freiplastiken, die meist unmittelbar mit einem Bauwerk verbunden sind und so die Idee der "Kunst am Bau" verwirklichen. Beeindruckende Beispiele sind das fünf Meter hohe Werk aus asymmetrisch angebrachten, nadelartig zulaufenden Armen aus Metall auf dem Gelände der Fachhochschule Fulda oder die kinetische Plastik am Sendegebäude des Hessischen Rundfunks in Frankfurt am Main. Sie besteht aus drei Edelstahl-Stäben, die wie in einem schwerelosen Schwebezustand wirken. Erst durch den Wind kommen sie in Bewegung und vollführen immer neue Konstellationen. George Rickey verstirbt am 17. Juli 2002. [SM].
Silberobjekt. Auf Holzsockel montiert.
Verso mit dem Monogramm und der Datierung. Unikat. Höhe: 14 x 5 x 4 cm (5,5 x 1,9 x 1,5 in), inklusive Holzsockel.
Wir danken Frau Birgit Mieschonz, The Estate of George Rickey und der Maxwell Davidson Gallery, New York für die freundliche Unterstützung.
PROVENIENZ: Peter und Veronica Nestler, Berlin (direkt vom Künstler erworben).
LITERATUR: Galerie Brockstedt, George Rickey. Kinetische Skulpturen 1956-2000, Verlag der Galerie Brockstedt Hamburg/Berlin, S. 29, mit Abb.
Am 6. Juni 1907 wird George Rickey in South Bend (Indiana) geboren. In Oxford beginnt Rickey 1926 sein Studium, wechselt aber 1929 nach Paris und beendet 1930 dort seine Ausbildung. 1945 entstehen - inspiriert durch das Werk Alexander Calders - die ersten Mobiles. Auf der Grundlage der Ideen der Bewegung und der Naturzeit entwickelt George Rickey sein Werk. Anders als seinerzeit Jean Tinguely vollführen alle Mobiles und kinetischen Plastiken Rickeys ihre Bewegungen ohne Hilfsmotor. Rickey nutzt für seine künstlerische Arbeit die Windkraft und die Schwerkraft. 1968 bis 1969 hält sich George Rickey als Stipendiat des DAAD in Berlin auf, es folgen zahlreiche Preise und Auszeichnungen, 1987 wird George Rickey Mitglied der Akademie der Künste in Berlin. In seinen in den neunziger Jahren realisierten zahlreichen Mobiles aus rostfreien Stahlelementen überträgt er das Prinzip des Pendels auf den umgebenden Raum. Selbst die 1975 entstandene 60 Zentimeter kleine bewegliche Skulptur "One up, one down oblique" arbeitet nach diesen Prinzipien. Die Titel der Arbeiten Rickeys bilden ihre einfachen Konstruktionen ab ("Zwei Linien hinein" oder "Sechs horizontale Linien"), die aber mit wissenschaftlicher Exaktheit umgesetzt werden. Neben diesen kleinen Mobiles entwirft Rickey aber auch zahlreiche Freiplastiken, die meist unmittelbar mit einem Bauwerk verbunden sind und so die Idee der "Kunst am Bau" verwirklichen. Beeindruckende Beispiele sind das fünf Meter hohe Werk aus asymmetrisch angebrachten, nadelartig zulaufenden Armen aus Metall auf dem Gelände der Fachhochschule Fulda oder die kinetische Plastik am Sendegebäude des Hessischen Rundfunks in Frankfurt am Main. Sie besteht aus drei Edelstahl-Stäben, die wie in einem schwerelosen Schwebezustand wirken. Erst durch den Wind kommen sie in Bewegung und vollführen immer neue Konstellationen. George Rickey verstirbt am 17. Juli 2002. [SM].
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George Rickey
Pivoted fold - Baroque (Pin), 1988.
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