36
Emil Maetzel
Adam und Eva, 1919.
Öl auf Leinwand
Schätzung:
€ 20.000 Ergebnis:
€ 36.600 (inkl. Käuferaufgeld)
Adam und Eva. 1919.
Öl auf Leinwand.
Verso signiert und datiert. 70 x 50 cm (27,5 x 19,6 in).
PROVENIENZ: Privatsammlung Norddeutschland (aus dem Nachlass des Künstlers).
Emil Maetzel wird in Cuxhaven geboren und erhält in Hamburg seine Schulbildung. 1896-1900 studiert er Architektur in Hannover und Dresden, anschließend geht er nach Paris. Maetzel wird 1907 Leiter der Städtebauabteilung in der Hamburger Baudeputation und damit zu einem engen Mitarbeiter des Oberbaudirektors Fritz Schumacher. Bis zu seiner Zwangspensionierung 1933 ist er in diesem Amt tätig. Maetzel heiratet 1910 die Malerin Dorothea Johannsen, gemeinsam bauen sie eine Sammlung afrikanischer Plastik und Südseekunst auf. In seiner Freizeit arbeitet auch Maetzel künstlerisch, es entstehen vor allem grafische Arbeiten, aber auch Gemälde. Seine Werke zeigen eine stark expressionistische Formensprache und Einflüsse von Schmidt-Rottluff. Als Mitglied und Vorsitzender in zahlreichen Hamburger Künstlervereinigungen ist Maetzel kulturell sehr engagiert und mit vielen Hamburger Künstlerkollegen befreundet. Er gilt als einer der Hauptakteure des Hamburger Expressionismus.
In seiner Interpretation des Adam-und-Eva-Motivs schildert Emil Maetzel eine Situation nach dem Sündenfall. Es ist nicht mehr die von der Neugier belauerte Unschuld des Menschenpaares, sondern die Erkenntnis einer Realität des Alltäglichen danach, die Maetzel zum Ausdruck bringt. Die kompakten Körper in ihrer archaischen Gelassenheit erinnern an Darstellungen fremder Zivilisationen. Belegt ist die Begeisterung der Expressionisten für Kunst und Kultur der Naturvölker, welche auch Maetzel erfasst hatte. Ein Hauch von der Exotik des Animalischen bestimmt das Sujet und wird hier speziell durch eine gedrängte Komposition der beiden Figuren visualisiert.
1927 nimmt Maetzel an einer Amerikafahrt deutscher Architekten und Ingenieure teil. 1933 wird er aus dem Amt entlassen, seine Holzschnitte in der Hamburger Kunsthalle als "entartet" beschlagnahmt. In den folgenden Jahren zieht sich Maetzel ins innere Exil zurück und widmet sich ausschließlich seiner Kunst. Es entstehen vor allem unverfängliche Landschafts- und Blumenmotive. Nach Kriegsende wird er rückwirkend zum Hamburger Baudirektor ernannt, bis 1948 ist er zweiter Vorsitzender der neugegründeten Hamburger Sezession. 1955 stirbt Maetzel in Hamburg. [KD].
Öl auf Leinwand.
Verso signiert und datiert. 70 x 50 cm (27,5 x 19,6 in).
PROVENIENZ: Privatsammlung Norddeutschland (aus dem Nachlass des Künstlers).
Emil Maetzel wird in Cuxhaven geboren und erhält in Hamburg seine Schulbildung. 1896-1900 studiert er Architektur in Hannover und Dresden, anschließend geht er nach Paris. Maetzel wird 1907 Leiter der Städtebauabteilung in der Hamburger Baudeputation und damit zu einem engen Mitarbeiter des Oberbaudirektors Fritz Schumacher. Bis zu seiner Zwangspensionierung 1933 ist er in diesem Amt tätig. Maetzel heiratet 1910 die Malerin Dorothea Johannsen, gemeinsam bauen sie eine Sammlung afrikanischer Plastik und Südseekunst auf. In seiner Freizeit arbeitet auch Maetzel künstlerisch, es entstehen vor allem grafische Arbeiten, aber auch Gemälde. Seine Werke zeigen eine stark expressionistische Formensprache und Einflüsse von Schmidt-Rottluff. Als Mitglied und Vorsitzender in zahlreichen Hamburger Künstlervereinigungen ist Maetzel kulturell sehr engagiert und mit vielen Hamburger Künstlerkollegen befreundet. Er gilt als einer der Hauptakteure des Hamburger Expressionismus.
In seiner Interpretation des Adam-und-Eva-Motivs schildert Emil Maetzel eine Situation nach dem Sündenfall. Es ist nicht mehr die von der Neugier belauerte Unschuld des Menschenpaares, sondern die Erkenntnis einer Realität des Alltäglichen danach, die Maetzel zum Ausdruck bringt. Die kompakten Körper in ihrer archaischen Gelassenheit erinnern an Darstellungen fremder Zivilisationen. Belegt ist die Begeisterung der Expressionisten für Kunst und Kultur der Naturvölker, welche auch Maetzel erfasst hatte. Ein Hauch von der Exotik des Animalischen bestimmt das Sujet und wird hier speziell durch eine gedrängte Komposition der beiden Figuren visualisiert.
1927 nimmt Maetzel an einer Amerikafahrt deutscher Architekten und Ingenieure teil. 1933 wird er aus dem Amt entlassen, seine Holzschnitte in der Hamburger Kunsthalle als "entartet" beschlagnahmt. In den folgenden Jahren zieht sich Maetzel ins innere Exil zurück und widmet sich ausschließlich seiner Kunst. Es entstehen vor allem unverfängliche Landschafts- und Blumenmotive. Nach Kriegsende wird er rückwirkend zum Hamburger Baudirektor ernannt, bis 1948 ist er zweiter Vorsitzender der neugegründeten Hamburger Sezession. 1955 stirbt Maetzel in Hamburg. [KD].
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