
352
Ernst Geitlinger
Akt mit Handtuch, 1938.
Öl auf Leinwand
Schätzung:
€ 6.000 Ergebnis:
€ 6.710 (inkl. Käuferaufgeld)
Öl auf Leinwand.
Nees G 63. Links unten signiert und datiert. Auf dem Keilrahmen mit einem alten Etikett, dort mit dem handschriftlichen Namenszug des Künstlers, sowie handschriftlich datiert, betitelt und bezeichnet. 95,4 x 55,5 cm (37,5 x 21,8 in).
PROVENIENZ: Besitz U. Scheid, Überherrn-Berus/Saar.
Privatsammlung Süddeutschland.
AUSSTELLUNG: Ernst Geitlinger, Städtische Galerie im Lenbachhaus, München 1974, Nr. 6 (mit Farbabb.).
LITERATUR: Roswitha Nees, Ernst Geitlinger 1895-1972. Leben und Werk, Frankfurt a. M. 2006, S. 71, Abb. 20.
Ab 1922 studiert Ernst Geitlinger an der Münchner Akademie der Bildenden Künste Malerei bei Karl Caspar. Angeregt durch Arbeiten Hofers, Kanoldts, Beckmanns und Dix' entsteht ein beachtliches Frühwerk, welches sich auch an Cézanne und den Künstlern der École de Paris zu orientieren sucht. Zum Wintersemester 1930/31 verlässt Geitlinger schließlich die Münchner Akademie, die sich den zeitgenössischen avantgardistischen Tendenzen standhaft verschließt. In den folgenden Jahren zeigt sich in Geitlingers Werk zunehmend die Tendenz zu großflächigen Kompositionen bei gleichzeitiger Formvereinfachung. Neben kubistischen Elementen finden sich in den Arbeiten dieser Jahre auch immer wieder deutliche Bezüge zu Légers und Picassos monumentaler Figurenauffassung. In unserem Gemälde von 1938 scheint Geitlinger sich vorranig an Picassos voluminösem Figurenstil der "klassizistischen Periode" zu orientieren. Das Gesicht als der unmittelbare Ausdruck von Individualität ist zu einem zeichenhaften Kürzel erstarrt. Arbeiten Picassos kann Geitlinger bereits in New York oder aber in den Ausstellungen der Münchner Galerie Thannhauser gesehen haben. Nach 1945 tendiert Geitlingers Werk zunehmend zur Abstraktion, ohne die Gegenständlichkeit ganz abzulegen. 1946 ist er Mitbegründer der Münchner Künstlervereinigung "Neue Gruppe". [JS].
Nees G 63. Links unten signiert und datiert. Auf dem Keilrahmen mit einem alten Etikett, dort mit dem handschriftlichen Namenszug des Künstlers, sowie handschriftlich datiert, betitelt und bezeichnet. 95,4 x 55,5 cm (37,5 x 21,8 in).
PROVENIENZ: Besitz U. Scheid, Überherrn-Berus/Saar.
Privatsammlung Süddeutschland.
AUSSTELLUNG: Ernst Geitlinger, Städtische Galerie im Lenbachhaus, München 1974, Nr. 6 (mit Farbabb.).
LITERATUR: Roswitha Nees, Ernst Geitlinger 1895-1972. Leben und Werk, Frankfurt a. M. 2006, S. 71, Abb. 20.
Ab 1922 studiert Ernst Geitlinger an der Münchner Akademie der Bildenden Künste Malerei bei Karl Caspar. Angeregt durch Arbeiten Hofers, Kanoldts, Beckmanns und Dix' entsteht ein beachtliches Frühwerk, welches sich auch an Cézanne und den Künstlern der École de Paris zu orientieren sucht. Zum Wintersemester 1930/31 verlässt Geitlinger schließlich die Münchner Akademie, die sich den zeitgenössischen avantgardistischen Tendenzen standhaft verschließt. In den folgenden Jahren zeigt sich in Geitlingers Werk zunehmend die Tendenz zu großflächigen Kompositionen bei gleichzeitiger Formvereinfachung. Neben kubistischen Elementen finden sich in den Arbeiten dieser Jahre auch immer wieder deutliche Bezüge zu Légers und Picassos monumentaler Figurenauffassung. In unserem Gemälde von 1938 scheint Geitlinger sich vorranig an Picassos voluminösem Figurenstil der "klassizistischen Periode" zu orientieren. Das Gesicht als der unmittelbare Ausdruck von Individualität ist zu einem zeichenhaften Kürzel erstarrt. Arbeiten Picassos kann Geitlinger bereits in New York oder aber in den Ausstellungen der Münchner Galerie Thannhauser gesehen haben. Nach 1945 tendiert Geitlingers Werk zunehmend zur Abstraktion, ohne die Gegenständlichkeit ganz abzulegen. 1946 ist er Mitbegründer der Münchner Künstlervereinigung "Neue Gruppe". [JS].
352
Ernst Geitlinger
Akt mit Handtuch, 1938.
Öl auf Leinwand
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€ 6.710 (inkl. Käuferaufgeld)
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