
(inkl. Käuferaufgeld)
Ohne Titel. 1960.
PROVENIENZ: Sammlung Alfred Greisinger, Augsburg (direkt vom Künstler erworben).
Ausstellung: 1945 - 1985. Kunst in der Bundesrepublik Deutschland, Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz, Nationalgalerie Berlin, 1985, Kat.Nr. 258, S. 186 (mit Farbabb.).
Heinrich Schanz absolviert zunächst eine Zimmermannslehre, später folgt eine Ausbildung zum Landschaftsgärtner. Anfang der 1950er Jahre lernt er in Reutlingen HAP Grieshaber kennen. Hatte Schanz bis dahin nur nebenbei gemalt und gezeichnet, nimmt er 1952/53 an Grieshabers Unterricht an der Bernsteinschule teil und folgt dem Meister 1956 an die Akademie der bildenden Künste nach Karlsruhe. Schon bald emanzipiert er sich von seinem Lehrer durch eigenständige Arbeiten. Lange vor seinem Mitstudenten Horst Antes malt er in einer figurativen Sprache gnomhafte, aus orphistischen Farbfeldern aufgebaute Wesen. Hinzu tritt die Verdunkelung des Farbspektrums, die seine Arbeiten seit Ende der 1950er Jahre kennzeichnet.
Schanz entwickelt in seinen Bildern eine Welt der Überdeckungen, die Verborgenes nur teilweise sichtbar macht. Die Vergitterung, hinter der sich ein zwergenhaftes Wesen mit großem Kopf verbirgt, ist in ihrer Dichte nahezu undurchdringlich. Fast nähert sich der Künstler in diesen Arbeiten den Übermalungen von Arnulf Rainer, die er aber erst um 1963 kennen lernt. Die verschlüsselte Botschaft, die sich einer vordergründigen Dechiffrierung entzieht und so dem Spielraum der Gedanken freie Bahn lässt, ist das eigentliche Anliegen dieser Komposition. Eine dunkle Farbigkeit verleiht der Gesamtstimmung etwas Geheimnisvolles. Schanz arbeitet hier in einem Zwischenbereich, in dem sich Figuration, Abstraktion und mystischer Symbolgehalt verbinden, um in einer neuen Einheit aufzugehen.
Um 1975 kehrt der Maler zur Figuration zurück und schafft in der Folgezeit ein bedeutendes zeichnerisches Werk. Stipendien ermöglichen ihm 1977/78 Aufenthalte in Florenz und Rom sowie 1981 in Ekely, Oslo. Schanz ist mit seinen Arbeiten auf zahlreichen Ausstellungen vertreten, erhält den Oberschwäbischen Kunstpreis und wird 1990 mit dem Kunstpreis der Stadt Stuttgart ausgezeichnet. [KD]
Eitempera auf Rupfen.
Verso signiert und datiert. 118 x 79 cm ( 46,4 x 31,1 in).
Privatsammlung Nordrhein-Westfalen.
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