
(inkl. Käuferaufgeld)
Nächtlicher Park. 1929.
Wir danken Roswita und Viktor Pontzen, Archiv und Werkbetreuung Albert Birkle, Salzburg, für die freundliche Unterstützung
PROVENIENZ: Privatsammlung Süddeutschland.
Die Faszination der Großstadt Berlin, der sich in den zwanziger Jahren fast kein Künstler entziehen kann, ist auch das Leitthema der frühen Malerei Birkles. Er, der in Berlin ausgewachsen ist, kann umso genauer die Umbrüche verfolgen, die diese Stadt nach dem Zusammenbruch des Kaiserreiches erlebt. Stellt Kirchner noch die von Männern verfolgten Liebesdamen am Potsdamer Platz in ihrer Tarnung als Witwen dar, so sind Birkles nächtliche Gefährtinnen weitaus offenherziger. Er gibt dem nächtlichen Treff genau den Ton der Erregung, die von solchen Orten ausgeht. Es sind die Frauen, die die Regie im Bild bestimmen und die Männer mehr zur Staffage werden lassen. Interessant ist die gewagte Komposition mit den beiden angeschnittenen Figuren im Vordergrund, ein Bildausschnitt, vermutlich hier vom Film beeinflusst, der in Wirklichkeit aber bereits von Degas vorgegeben wurde. Dessen "Le vicomte Lepic et ses deux filles" von 1873/74 sorgt aufgrund der unorthodoxen Komposition mit ihren angeschnittenen Figuren im Vordergrund für einige Aufregungen im Pariser Salon. Das berühmte Bild befand sich in der Sammlung Gerstenberg in Berlin. Birkle könnte es gekannt haben. In "Nächtlicher Park" nutzt der Künstler die Raumtiefe, die durch die Anordnung der Figuren entsteht. Der Bildrahmen wird gesprengt und der Betrachter stärker in das Bildgeschehen einbezogen. [KD]
Öl auf grundierter Malpappe.
Rechts unten in Schwarz signiert, links unten in Rot nachträglich (wohl in den 1980er Jahren) signiert und datiert "24". Verso signiert und betitelt sowie hs. bezeichnet. 71,5 x 75 cm ( 28,1 x 29,5 in).
Es existiert eine Vorzeichnung zu dem Gemälde, die der Künstler mit "11.29" bzw. 4.-6. Nov. 29" datiert.
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