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Gespenstervögel
PROVENIENZ: Privatsammlung Nordrhein-Westfalen, direkt vom Künstler 1960 erworben.
Ausstellung: Große Kunstausstellung, Ausst.Kat. Haus der Kunst, München, 5.6. - 13.9.1953, Kat.Nr. 680 (auf dem Keilrahmen mit einem Etikett).
LITERATUR: Wolfgang Petzet, Willi Geiger, München 1960, S. 74 (mit ganzseitiger Abb.).
"Allmählich fange ich an zu begreifen, was Malerei ist", dieses offene Bekenntnis des 75-jährigen Willi Geiger vermittelt uns Grundlegendes über die Einstellung eines alternden Künstlers zu seinem Spätwerk. Er ist und bleibt immer ein Suchender, einer der trotz früher Erfolge, vor allem auf dem Gebiet der Grafik, nie stillsteht, um das einmal Erarbeitete zu feiern. Geigers Malerei ist trotz ihrer subtilen Farbigkeit auch immer im Kontext mit seinem grafischen Schaffen zu sehen. Schon die Bildinhalte in ihrer literarischen Anlage weisen darauf hin. 1952, sieben Jahre nach dem Ende einer apokalyptischen Schreckensherrschaft, thematisiert der Künstler seine Traumata in erstaunlich souveräner Weise. Direkte Anspielungen werden vermieden. Die drastische Aussage, die Otto Dix für sein berühmtes Schützengrabentriptychon gewählt hatte, sucht man hier vergebens. Geiger bevorzugt eine Vielschichtigkeit der Aussage. Die Gespenstervögel, die hier als Metapher für das Bedrohliche stehen, fliegen auf den Betrachter zu, während ihre Schatten loslösend davonfliegen. [KD]
Öl auf Leinwand, 1952
Rechts unten signiert und datiert. 119,5 x 89,7 cm ( 47 x 35,3 in).
Auf dem Keilrahmen mit einem alten Besitzeretikett.
Willi Geiger, Ausst.Kat. Städtische Galerie München, München o.J. (1958), Kat.Nr. 25. Große Kunstausstellung, Ausst.Kat. Haus der Kunst, München, 5.6. - 27.9.1964, Kat.Nr. 943 (auf dem Keilrahmen mit dem Etikett).
Willi Geiger zum 90. Geburtstag. Ausst.Kat. Galerie Wolfgang Ketterer, München 1968, Kat.Nr. 18.
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