Auktion: 497 / Limited Editions am 06.12.2019 in München Lot 58


58
Donald Judd
Untitled, 1992.
2 Bll.Farbholzschnitt
Schätzung:
€ 20.000
Ergebnis:
€ 37.500

(inkl. Käuferaufgeld)
Untitled. 1992.
2 Bll.Farbholzschnitt.
Jitta/Schellmann 231-232. Verso jeweils mit dem Estate-Stempel sowie handschriftlich nummeriert. Aus einer Auflage von 25 Exemplaren. Auf chamoisfarbenem Japan. Je 59,8 x 80 cm (23,5 x 31,4 in), blattgroß.
[CE].

PROVENIENZ: Galerie Edition Hannappel, Essen.
Privatsammlung Baden-Württemberg.

Donald Judd gehört zu den wichtigsten Vertretern der Minimal Art in den USA. In Amerika entwickeln sich nach dem Krieg verschiedene divergierende Kunstströmungen, einmal das Action-Painting mit dem Hauptvertreter Jackson Pollock sowie die Pop-Art rund um Andy Warhol. Von beiden Richtungen distanzieren sich die Künstler der Farbfeldmalerei, die sowohl den Gegenstand als auch den expressiven Gestus ablehnen. In Donald Judds Arbeiten der 1960er Jahre beginnt das Ringen um eine Ausdrucksform, die jegliche gegenständliche Assoziation unterbindet. Er negiert die Bestrebungen anderer Kunstrichtungen, Räumlichkeit in einem Bild zu kreieren, sondern versucht im Gegenteil, die Natur gegebene Zweidimensionalität einer Leinwand oder eines Papiers für seinen künstlerischen Ausdruck zu nutzen. Geometrische Formen werden zu seiner Bildsprache, er verbannt jegliche Form von Illusionismus aus seiner Kunst. Er verweigert eine Hierarchisierung von Bildelementen, er entbindet sie von der Funktion als Bedeutungsträger oder konstruktiver Teil der Bildordnung und gibt damit die traditionelle Idee der Bildform auf. Die Klarheit seiner Komposition unterstreicht er mit ebenfalls bewusst gewählten reinen, klaren Farben. Wirken soll allein die individualisierte eigenständige Form. In seiner Kunst erreicht er eine gereinigte Art der ästhetischen Wahrnehmung.



58
Donald Judd
Untitled, 1992.
2 Bll.Farbholzschnitt
Schätzung:
€ 20.000
Ergebnis:
€ 37.500

(inkl. Käuferaufgeld)