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Auktion in München - Kunst des 19. Jahrhunderts
Aiwasowski und das Meer
München, 22. Oktober 2018, (kk) - Iwan Aiwasowski zelebriert die Malerei. Dabei stellt er die Natur und vor allem das Meer in den Mittelpunkt. Sein beeindruckend meditatives Gemälde "Ruhige See" kommt am 23. November in der Auktion Kunst des 19. Jahrhunderts bei Ketterer Kunst in München zum Aufruf.
Aiwasowski
Iwan Aiwasowski, der mit Recht auch der "russische William Turner" genannt wird, ist ein Meister des Lichts. Seine 1887 entstandene „Ruhige See“ zeigt eine meditative Szene, die zum Entspannen einlädt. Vor dem mit fedrigen Wolken gefüllten Himmel entfernt sich auf ruhiger See ein großes Segelschiff am Horizont, während Arbeiter an der Küste im sanften Abendlicht einen Ochsenkarren beladend ihr Tagewerk beschließen. In diesem Moment der vollkommenen Ruhe und Harmonie führt Aiwasowski mit einfachsten Mitteln dem Betrachter auf eindrückliche Weise die Ewigkeit der Natur vor Augen. Der Schätzpreis für diesen eigentlich unbezahlbaren Augenblick liegt bei € 120.000-150.000.

Ein weiteres museales Gemälde, das tatsächlich noch bis vor wenigen Jahren in der Berlinischen Nationalgalerie zu sehen war, kommt von Max Liebermann. Sein mit € 60.000-80.000 angesetzte Arbeit "Die Wochenstube - Schweinekoben" zeigt eine Schar quirliger Ferkelchen bei der Fütterung. Sie ist in dem für den Künstler typischen derben Duktus gemalt und zeugt von Liebermanns Engagement in unpathetischer Schlichtheit das Leben des einfachen Menschen zur Kunst zu erheben.

Dem Müßiggang frönen die beiden Damen, die es sich in Edward Cucuels um 1915 entstandenem Ölgemälde "Schöner Herbstnachmittag" auf der Wiese im Schatten eines Baumes bequem gemacht haben. Das 100 x 90,5 cm große Werk, das vor allem durch seine Kontraste und die durch das Sonnenlicht angedeuteten Lichtreflexe besticht, könnte für € 50.000-70.000 zu haben sein.

Mit € 40.000-60.000 geht Adolph von Menzels ca. 1850/60 entstandenes Aquarell "Rousseau im Park von Versailles" an den Start. Spannungsvoll lässt der Künstler den Betrachter durch einen Torbogen hindurchblickend zum Zeugen einer nachmittäglichen Szene werden. Im Vordergrund steht ein kritisch auf das bunte Treiben einer Rokokogesellschaft blickender Philosoph, der sich in Edward Cucuels natürlicher Landschaft sicher wohler gefühlt hätte.

Neben dem um 1860 entstandenen humoristischen Ölgemälde "Der Maler" (Taxe: € 20.000-30.000) ist Carl Spitzweg auch mit einem sehr stimmungsvollen und sehr typischen Gartenidyll vertreten. Mit € 40.000-60.000 bewertet, dürfte "Der Zeitungsleser im Hausgarten" im intimen Kleinformat wohl nicht nur dem zeitgenössischen Geschmack des aufstrebenden Bürgertums der Jahrhundertmitte entsprochen haben.

Als eine Art Chronist des wirklichen Lebens verstand sich auch Johann Moritz Rugendas. Mit seiner ca. 1843 entstandenen "Innenansicht der Kathedrale von Lima" entführt er den Betrachter nach Südamerika. Helles Sonnenlicht beleuchtet eine heilige Zeremonie, während im restlichen, kühlen Dunkel der Kathedrale Kinder spielen und Frauen plaudern. Die in schnellen Pinselstrichen auf die Leinwand gebrachte Komposition vermittelt ein verdichtetes Bild des von der brennenden Sonne, kühlender Architektur, andächtiger Liturgie und lebendigem Miteinander bestimmten Lebens. Die Bewertung des Ölgemäldes liegt bei € 30.000-40.000.

Neben Cornelis Springers "Sommerlicher Stadtansicht" und Oswald Achenbachs "Blick auf den Vesuv" (Taxe: € 30.000-50.000 repektive € 30.000-40.000) kommen zudem ein halbes Dutzend Werke von Franz von Stuck (Taxen bis € 20.000) zum Aufruf, darunter auch zwei Bronzearbeiten, die zum einen "Beethoven (thronend)" und zum anderen eine reitende Amazone zeigen.

Abgerundet wird die Offerte neben vier mit jeweils € 20.000-30.000 taxierten Arbeiten von Carl Jutz d. Ä. ("Hühnerhof"), Alexander Koester ("Liegende Enten - Licht und Schatten"), Johann Wilhelm Preyer ("Früchtestillleben") und Jaroslav Julius Vesin ("Fröhliche Schlittenfahrt") u.a. auch von Werken von Heinrich Bürkel, Edward Theodore Compton, Franz von Defregger, Heinrich Füger, Théodore Gérard, Karl Hagemeister, Carl Paul Jennewein, Friedrich Kallmorgen, Wilhelm Trübner, Johann Michael Wittmer, Felix Ziem und Heinrich Zügel.

Vorbesichtigung:
Hamburg*         05.-06. November
Düsseldorf*      08.-09. November
Berlin*              12.-13. November
München**       18.-22. November
* ausgewählte Werke ** alle Werke

Auktion:       Kunst des 19. Jahrhunderts am 23. November in München


Das Familienunternehmen Ketterer Kunst (www.kettererkunst.de und www.ketterer-internet-auktion.de) mit Sitz in München und Dependancen in Hamburg, Düsseldorf, Berlin und den USA wurde 1954 gegründet. Es zählt zu den führenden europäischen Auktionshäusern für die bedeutendsten Künstler in den Bereichen Kunst des 19. bis 21. Jahrhunderts und Wertvolle Bücher. In der aktuellen Kunstmarkt-Halbjahresbilanz für Fine Art 2018 von artprice.com belegt Ketterer Kunst unter den TOP 100 sogar Platz 19 weltweit. Der Kundenkreis besteht vor allem aus internationalen Sammlern, Kunsthändlern, Kuratoren und Museen.

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