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Signalkunst

Wie ihr Name bereits verrät, ist das wichtigste formale Kennzeichen der Signalkunst die Verwendung kräftig leuchtender, dem Betrachter unmittelbar ins Auge springender Farben. Dieses zentrale Wesensmerkmal der Signalkunst wird auf theoretischer Ebene untermauert durch die Einbindung psychologischer Wahrnehmungs- und Empfindungstheorien, mit denen Sinneseindrücke erklärt werden können. Neben dem charakteristischen kräftigen Kolorit weisen die dargestellten Formen, die häufig auf reduzierte geometrische Figuren zurückgehen, präzise und scharf gezogene Konturen auf. Obwohl die Signalkunst aus diesem Grund in die Nähe der amerikanischen Tradition des Hard Edge gerückt werden kann, stammen die Hauptvertreter der Signalkunst, Winfred Gaul (1928-2003) und Georg Karl Pfahler (1926-2002), aus Deutschland. Robert Indiana (geb. 1928) gilt als wichtigster amerikanischer Signalkünstler.
Vor allem im malerischen Werk von Georg Karl Pfahler ist das Erbe des Hard Edge in den auf die Leinwand gebrachten Farbfeldern weithin sichtbar. Es bleibt allerdings anzuführen, dass Georg Karl Pfahler diesen Formen durch die für ihn typischen abgerundeten Ecken und ihre durch Verzahnung hervorgerufene scheinbare Interaktion ein sehr ausdrucksstarkes persönliches Gepräge verlieh. In den Bereich der Signalkunst wird Georg Karl Pfahler schließlich gerückt durch die Verwendung kräftiger Farben, die in ihrer signalhaften Leuchtkraft ihre besondere Wirkung erzielen.


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