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Group of Seven

Die "Group of Seven" ist eine kanadische Künstlergruppierung, die ihren Namen 1920 auf der ersten gemeinsamen Ausstellung in Toronto erhielt und die sieben Maler Frank Carmichael, Lawren S. Harris, A. Y. Jackson, Frank (Franz) Johnston, Arthur Lismer, J. E. H. MacDonald und Fred Varley umfasste. A. J. Casson trat der Group of Seven nach Frank Johnstons Rücktritt 1926 bei. 1930 wurde die Gruppe um Edwin H. Holgate, 1932 um Lionel LeMoine FitzGerald erweitert. Die Group of Seven bestand bis 1933.
Schon ein Jahrzehnt vor der ersten gemeinsamen Ausstellung von 1920 hatte sich der charakteristische Stil der Group of Seven, die sich ganz der Landschaftsmalerei verschrieben hatte, ausgebildet: Um 1910 war in Toronto die Keimzelle der Group of Seven entstanden, der auch verwandte Maler wie Tom Thomson zugehörten.
Die Künstler, unzufrieden mit der konservativen Malerei Kanadas, strebten nach einer progressiven und unabhängigen nationalen Kunst, die durch eine Thematisierung der heimischen, bis dahin nicht als bildwürdig erachteten Landschaft etabliert werden sollte. Im Stil berief man sich auf die Errungenschaften von Postimpressionismus und Symbolismus, und über diese Anregungen gelangte die Group of Seven zu kühnem Kolorit und radikalen Formvereinfachungen, die auf das Publikum zunächst schockierend wirkten. Heute gilt die Malerei der Group of Seven als Höhepunkt der kanadischen Kunstgeschichte.


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