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Lexikon
Erstausgabe

Die Erstausgabe eines Druckwerks in Buchform, im Bereich der Klassikertexte auch Editio princeps (lat.) genannt, ist die erste gedruckte Ausgabe, konkreter die erste Veröffentlichung eines Werkes im Buchhandel oder als nummerierter Privatdruck. Eine Erstausgabe muss keine Originalausgabe sein, die durch den Verfasser veröffentlicht worden ist, sondern kann auch eine fremde, unrechtmäßige Ausgabe sein. Die Erstausgaben sind meist besonders für die Textkritik von Interesse, da sie in der Regel dem Willen des Verfassers am nächsten stehen. Dies gilt besonders für ältere Werke, da dort kaum Vorlagen für die Druckfassung erhalten sind. Häufig wird die Erstausgabe mit diesem Erstdruck verwechselt, oder die Bedeutungen dieser beiden Begriffe werden miteinander vermischt. Im Gegensatz zur Erstausgabe ist der Erstdruck nicht für die Veröffentlichung bestimmt, es kann sich also auch um ein Schreibmaschinenskript, einen Korrekturabzug oder Probedruck für das später in Buchform gedruckte und veröffentlichte Werk handeln. Streng genommen bezieht sich der Begriff Erstdruck auf den technischen Druckvorgang. Manche literarische oder wissenschaftliche Werke erscheinen als Erstdruck in einer Zeitschrift und später dann als Erstausgabe in einer separaten Edition (z.B. Schriften von Karl May, Albert Einstein u.v.m.).



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