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Bauhaus Berlin

Nach der Schließung des Bauhauses in Dessau entschloss sich Ludwig Mies van der Rohe, das Bauhaus als private Kunstschule und als "Freies Lehr- und Forschungsinstitut" in Berlin fortzuführen. Da sich neben Mies van der Rohe nur noch sieben weitere Bauhausmeister, unter ihnen Wassily Kandinsky und Josef Albers, von Dessau nach Berlin aufmachten, verkleinerte sich das Lehrangebot. Im Steglitzer Anzeiger formulierte Mies van der Rohe im Oktober 1932 sein Programm, das ganz auf den Bau ausgerichtet war: "Unser Ziel ist, Architekten so auszubilden, daß sie das ganze Gebiet, das in die Architektur hineinreicht, beherrschen, vom Kleinwohnungsbau bis zum Städtebau, nicht nur den eigentlichen Bau, sondern auch die gesamte Einrichtung bis hinab zu den Textilien."
Dem Bauhaus sollte in Berlin keine Zukunft beschieden sein: Nachdem die Nationalsozialisten das Fortbestehen des Bauhauses zunehmend an Bedingungen banden, die unter anderem auf dem Gesetz zur "Wiederherstellung des Berufsbeamtentums" fußten, fand in den Räumlichkeiten des Bauhauses, das nun als Hort kommunistischer Gesinnung gebrandmarkt wurde, im April 1933 zunächst eine Hausdurchsuchung mit einer anschließenden Versiegelung und Abriegelung der Räume statt. Im Juli 1933 schließlich beschlossen die Bauhausmeister die endgültige Auflösung des Bauhauses.


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