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Auktion: 468 / Klassische Moderne I am 09.06.2018 in München Lot 707

 
Objektbeschreibung
Dinertafel-Sanatorium. 1916.
Lithografie.
Schiefler L 228 u. Nachtrag, Bd. II, S. 496. Dube L 332. Gercken 802 1 (von 2). Signiert und bezeichnet "Handdruck". Rechts unten handschriftlich mit der Inventarnummer "182" des Kunstvereins Jena. Verso eigenhändig bezeichnet "Sanatorium. E.L. Kirchner Litho/Friedenau, Körnerstr. 45". Eines von 2 bekannten Exemplaren dieses Druckes in Schwarz. Auf Velin. 64,5 x 54,3 cm (25,3 x 21,3 in). Papier: 64,5 x 56,3 cm ( 25,3 x 21,3 in).

Außerordentlich seltenes Blatt. Von diesem Zustand existieren nur 2 Exemplare. Hierbei handelt es sich um das bei Gercken erwähnte Exemplar.

PROVENIENZ: Kunstverein Jena, Botho-Graef-Stiftung (1918-1937, als Schenkung des Künstlers erhalten, verso mit dem Stempel [Lugt 4337] und dem Stempel "Kunstverein Jena").
Staatsbesitz (1937-1940).
Galerie Ferdinand Möller, Berlin (verso mit dem Stempel, 1940 durch Tausch vom Vorgenannten erworben).
Privatsammlung Ferdinand Möller, Zermützel (1943-1949).
Galerie Kornfeld, Bern, Auktion vom 23.6.1995, Los 80.
Privatsammlung Norddeutschland.

AUSSTELLUNG: Ausstellung der Botho Graef-Stiftung, Kunstverein Jena,15.2. bis Ende April 1920.
Ernst Ludwig Kirchner, Leben ist Bewegung. Galerie der Stadt Aschaffenburg 28.11.1999 - 27.02.2000 und Landesmuseum Oldenburg 09.03. - 18.06.2000, Kat. Nr. 48 m. Abb.
Im Zentrum: Erst Ludwig Kirchner - eine Hamburger Privatsammlung, Kunsthalle Hamburg 26.10.2001 - 13.1.2002; Kat.Nr. 62, (weitere Stationen dieser Ausstellung: Kirchner Museum Davos und Brücke-Museum Berlin).

LITERATUR: www.geschkult.fu-berlin.de/e/db_entart_kunst/datenbank (Nr. 13221).

Essay
Gustav Schiefler verweist in einem Brief vom 29.7.1929 an Edgar Lehmann darauf, dass es sich bei der vorliegenden Darstellung um die Dinertafel im Sanatorium Kohnstamm in Falkenstein im Taunus handelt. Während seines Aufenthalts im Jahr 1916 im Sanatorium von Dr. Oscar Kohnstamm, bedingt durch seine nervliche Überbelastung und seine Kriegserlebnisse, zeichnet Kirchner Situationen der ihn umgebenden Sanatoriumswelt, darunter auch diese Szene aus dem Speisesaal. Die expressive Zeichenweise, mit der Kirchner die Anwesenden skizziert, zeigt, dass er auch in Krisenzeiten durchaus in der Lage war, seinen zeichnerischen Fähigkeiten zu vertrauen. Die Lithografie ist ein eindrucksvolles Blatt einer Niederschrift des Gesehenen bzw. Erlebten.
707
Ernst Ludwig Kirchner
Dinertafel-Sanatorium, 1916.
Lithografie
Nachverkaufspreis: € 30.000
+
 


Weitere Abbildungen
Ernst Ludwig Kirchner - Dinertafel-Sanatorium - Rahmenbild
Rahmenbild
 
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