439
Einblattdrucke
Ablaßbrief, Joh. Nixstein, 1482
Schätzung:
€ 1.800 Ergebnis:
€ 3.360 (inkl. Käuferaufgeld)
Einblattdrucke. - Nixstein, Joh., Ablaßbrief zum besten des Kampfes gegen die Türken. Einblattdruck in lateinischer Sprache. [Deutschland: Drucker von Nixstein, Ablaßbrief, nicht nach 15. Jan. 1482]. Blattgröße 19 : 28 cm. Satzspiegel 12,4 : 19,6 cm. Got. Type. 21 Zeilen.
Höchst seltener und typographisch bemerkenswerter Einblattdruck , da die hier benutzten Typen bis auf zwei weitere Drucke, die seit Haeblers Typenrepertorium von 1924 noch identifiziert werden konnten, nicht weiter nachzuweisen sind. Verwendet wird eine Auszeichnungstype und Texttype von ausgeprägter Eigenart mit verschnörkelten Majuskeln. - Der Ablaßkommissar Johannes Nixstein war Prediger in Leipzig. Von seinem Ablaßbrief existieren noch zwei frühere Magdeburger Drucke bei Bartholomaeus Ghotan (um 1480).
Die Ausstellung von Ablaßbriefen (auch Indulgenzbriefen) gehörte unmittelbar vor der Reformation zur gängigen Praxis der katholischen Kirche. Dem Gläubigen wurde nach einer Beichte oder anderen gottgefälligen Werken ein Erlaß von Strafen für seine Sünden gewährt. Zu verschiedenen Anlässen wurden Ablaßbriefe massenhaft verkauft. So verkündete Papst Nikolaus V. 1451 einen "vollkommenen Ablaß" und sammelte mit den entsprechenden Briefen Geld für den Kampf gegen die Türken. Für das Eintragen des Ablaßgebers und des Sünders sowie des aktuellen Datums wurde im Druckspiegel Platz gelassen - es handelte sich um die ersten Formulardrucke überhaupt. - Rückseitig mit zeitgenöss. Eintrag sowie alter Signatur und mont. Aufnahme eines alten Antiquariatskatalogs.
GW M27164. - GW (Einbl.) 1035. - VE 15, N-11. - Goff S 567. - BSB N-209. - Kat. Rosenthal, Einblattdrucke 35. - H. Nickel, Nixstein, S. 467ff. und Abb. 1 (in: V. Honemann, Einblattdrucke des 15. und frühen 16. Jhs., Tüb. 2000).
Very rare and typographically interesting letter of indulgence, the types here used being otherwise untraceable. Printed on paper in Latin. Sheet size 19 : 28 cm. Printing area 12,4 : 19,6 cm. 21 lines. - Verso with contemp. annotation, old shelfmark and mounted cut from an old antiquarian catalogue.
Höchst seltener und typographisch bemerkenswerter Einblattdruck , da die hier benutzten Typen bis auf zwei weitere Drucke, die seit Haeblers Typenrepertorium von 1924 noch identifiziert werden konnten, nicht weiter nachzuweisen sind. Verwendet wird eine Auszeichnungstype und Texttype von ausgeprägter Eigenart mit verschnörkelten Majuskeln. - Der Ablaßkommissar Johannes Nixstein war Prediger in Leipzig. Von seinem Ablaßbrief existieren noch zwei frühere Magdeburger Drucke bei Bartholomaeus Ghotan (um 1480).
Die Ausstellung von Ablaßbriefen (auch Indulgenzbriefen) gehörte unmittelbar vor der Reformation zur gängigen Praxis der katholischen Kirche. Dem Gläubigen wurde nach einer Beichte oder anderen gottgefälligen Werken ein Erlaß von Strafen für seine Sünden gewährt. Zu verschiedenen Anlässen wurden Ablaßbriefe massenhaft verkauft. So verkündete Papst Nikolaus V. 1451 einen "vollkommenen Ablaß" und sammelte mit den entsprechenden Briefen Geld für den Kampf gegen die Türken. Für das Eintragen des Ablaßgebers und des Sünders sowie des aktuellen Datums wurde im Druckspiegel Platz gelassen - es handelte sich um die ersten Formulardrucke überhaupt. - Rückseitig mit zeitgenöss. Eintrag sowie alter Signatur und mont. Aufnahme eines alten Antiquariatskatalogs.
GW M27164. - GW (Einbl.) 1035. - VE 15, N-11. - Goff S 567. - BSB N-209. - Kat. Rosenthal, Einblattdrucke 35. - H. Nickel, Nixstein, S. 467ff. und Abb. 1 (in: V. Honemann, Einblattdrucke des 15. und frühen 16. Jhs., Tüb. 2000).
Very rare and typographically interesting letter of indulgence, the types here used being otherwise untraceable. Printed on paper in Latin. Sheet size 19 : 28 cm. Printing area 12,4 : 19,6 cm. 21 lines. - Verso with contemp. annotation, old shelfmark and mounted cut from an old antiquarian catalogue.
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