Ketterer Kunst Logo

Detailsuche

Das internationale Auktionshaus für den Kauf und Verkauf von
Paul Rebeyrolle

Biografien
Paul Rebeyrolle

*  1926 Eymoutiers
† 2005 Boudreville, Côte-d'Or (Frankreich)


Paul Rebeyrolle, einer der Wegbereiter der Nachkriegsfiguration, kommt im Jahr 1926 in Eymoutiers zur Welt. 5-jährig erkrankt der Knabe schwer und ist für mehrere Jahre ans Bett gefesselt. Ein Gutteil dieser Zeit verbringt er mit Malen und Zeichnen. Um die Mitte der 1930er Jahre erholt sich Paul Rebeyrolle, und 1937 übersiedelt die Familie nach Limoges.
Für Paul Rebeyrolle steht schnell fest, dass er Maler werden will. Als junger Mann zieht er 1944 nach Paris und studiert an der Académie de la Grande Chaumière. Vor allem aber sucht Paul Rebeyrolle die Schulung an anderen Künstlern: Er besucht Ausstellungen von Picasso und Soutine, geht in den Louvre, und gerade die Werke eines Vincent van Gogh und Gustave Courbet beeindrucken ihn nachhaltig.
Paul Rebeyrolle bezieht 1950 ein Atelier in Paris und ein weiteres in seiner Geburtsstadt. Als "Landkind" hegt Paul Rebeyrolle auch in seiner Kunst eine Vorliebe für ländliche Motivkreise. Das Schlachthaus, neben dem er in Paris lebt, stellt dem Künstler ebenfalls Sujets bereit. Oft dominieren erdige Farbtöne und ein kräftiger, die Karikatur berührender Figurenstil.
1948 zählt Paul Rebeyrolle zu den Gründungsmitgliedern einer Künstlergruppe, die sich den sozialistischen Realismus auf die Fahne schreibt. Und er bleibt dem Realismus treu: Während um ihn herum die modische Abstraktion ihre größten Triumphe feiert, malt Paul Rebeyrolle in einem neuen figurativen Stil. Auf diesem Feld wird er ein Wegbereiter, dessen Einfluss bis nach England ausstrahlt. In der zweiten Hälfte der 1950er und in den 1960er Jahren lockert sich der malerische Stil von Paul Rebeyrolle zusehends. Nun nähern sich seine Figurationen hier und da auch einer kraftvollen, sinnlichen Abstraktion an.
1963 kehrt Paul Rebeyrolle Paris den Rücken und sucht das Landleben. Zunächst verschlägt es ihn in das Departement Aube und anschließend an die Côte d'Or. Ausstellungen werden unter anderem im Musée Courbet in Ornans (1994) oder im Espace d'Art Contemporain Fernet-Branca in Saint Louis (2005) gezeigt. Im Jahr 2005 verstirbt der Maler in Boudreville.