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Louise Nevelson

Biografien
Louise Nevelson

*  1899 Kiew
† 1988 New York


Louise Nevelson, amerikanische Bildhauerin und Grafikerin mit ukrainischen Wurzeln, zählt zu den bekanntesten Künstlerinnen der Nachkriegsära.
Zur Welt kommt Louise Nevelson unter dem Namen Leah Berliawsky im Jahr 1899 in Kiew. Die Familie verlässt die Ukraine 1905 und emigriert in die USA, genauer: nach Rockland in Maine.
Im Jahr 1920 heiratet Leah Berliawsky und nimmt den Namen ihres Mannes an. Das junge Paar zieht nach New York.
Hier studiert Louise Nevelson von 1928 bis 1930 an der Art Students League bei Kenneth Hayes Miller und Kimon Nicolaides und sieht Arbeiten von Marcel Duchamp, die ihr späteres Werk befruchten sollen.
1931/32 unternimmt Louise Nevelson eine Europareise. Besonders die Werke von Picasso und Brancusi, die sie dabei sehen kann, und die afrikanische Plastik aus dem Pariser Musée de l'Homme beeindrucken die junge Künstlerin nachhaltig. 1932 kehrt Louise Nevelson nach New York zurück und kann als Assistentin von Diego Rivera bei einem großen Wandmalereiprojekt mitwirken.
Louise Nevelson aber drängt zur Skulptur, und schon 1933 folgt die erste Ausstellungsbeteiligung. 1941 ehrt dann die erste Einzelausstellung Louise Nevelson.
Berühmt wird Louise Nevelson insbesondere für die Arbeiten, die sie ab den späten 1950er Jahren schafft: Holzskulpturen, die wie übereinandergestapelte Sortierschachteln konstruiert sind und einfache, aufgefundene Holzteile, etwa Stuhlbeine oder Spindeln, wie wertvollste Schaustücke präsentieren. Diese Arbeiten überzieht Louise Nevelson vollkommen mit einer nivellierenden monochromen Farbschicht, so dass das Widerspiel der Formen zu einer teilweise fast kubistisch-abstrakten Wirkung gelangt.
In den 1960er Jahren wird Louise Nevelson international bekannt. 1962 nimmt sie an der Venezianischen Biennale teil, 1964 und 1968 ist Louise Nevelson auf den Documenta-Ausstellungen in Kassel vertreten. 1967 zeigt das Whitney Museum of American Art in New York eine große Retrospektive. Die 1970er Jahre bringen internationale Werkschauen im Moderna Museet in Stockholm (1973) und in der Nationalgalerie Berlin (1974).
In den 1980er Jahren wird Louise Nevelson mit zahlreichen Preisen geehrt, darunter die "Gold Medal Sculpture" der American Academy of Arts and Letters im Jahr 1983 sowie der "Solomon R. Guggenheim Museum's Great Artist Series Award" im Jahr 1986. Louise Nevelson verstirbt 1988 in New York.