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Alexander Roslin

Biografien
Alexander Roslin

*  1718 Malmö (Schweden)
† 1793 Paris


Alexander Roslin, der erfolgreichste Künstler des schwedischen 18. Jahrhunderts, kommt im Jahr 1718 in Malmö als Sohn eines Gouvernement- und Stadtmedizinalrates zur Welt. Die Familie übersiedelt 1724 nach Kristianstad und sechs Jahre darauf nach Karlskrona.
Seine Ausbildung beginnt Alexander Roslin mit Studien in Schiffsbau und Zeichnen, bevor er 1736 in Stockholm in das Atelier des Bildnis- und Historienmalers Georg Engelhard Schröder eintritt (bis 1739). Nach Beendigung der Lehrzeit bleibt Alexander Roslin weitere zwei Jahre als Assistent bei Schröder.
Erst Ende des Jahres 1741 verlässt er Stockholm und reist nach Gotenburg; zwischen 1742 und 1745 führt Alexander Roslin in Schonen einige Aufträge aus. Im Jahr 1745 kehrt Alexander Roslin seinem Heimatland schließlich den Rücken. In der Fremde kann er rasch Erfolge feiern und dient als Porträtmaler an den Höfen in Parma, Bayreuth und Rom.
1752 lässt sich Alexander Roslin dann in Paris nieder. Die Stadt bleibt fortan sein Lebensmittelpunkt. Ein Empfehlungsschreiben von Louise Elisabeth, der Tochter des Königs Ludwig XV., öffnet Alexander Roslin hier Tür und Tor zu den höchsten Kreisen. Als Porträtmaler ist Alexander Roslin bald überaus gefragt: Die Eleganz und spielerische Delikatesse seiner Bildnisse, die sensible psychologische Durchdringung sowie die herausragenden Fähigkeiten im Stofflichen begründen seinen nachhaltigen Ruhm.
Auch unter Künstlern ist Alexander Roslin, der nur ein Jahr nach seiner Ankunft in Paris in die königliche Akademie aufgenommen wird, hoch geachtet. Im Jahr 1767 wird er zum Conseiller der Akademie ernannt.
Ein Jahr später malt er seine Frau Marie-Suzanne Giroust im Bologneser Karnevalskostüm mit schwarzem Schleier, "Une tête de femme ajustée à la Bolonaise". Dieses Bild der Gattin, die charmant-verführerisch unter dem Schleier hervorlächelt, ist heute nichts weniger als eine Ikone der Porträtmalerei des 18. Jahrhunderts.
Alexander Roslin, der 1773 Ehrenmitglied der schwedischen Kunstakademie wird, ist bei Hofe überaus beliebt, und das längst nicht nur in Frankreich. 1774 malt er etwa in Stockholm Porträts der schwedischen Königsfamilie, 1775 reist er nach St. Petersburg, um dort unter anderem die Kaiserin zu malen. Über Warschau und Wien fährt Alexander Roslin zurück nach Paris, wo er 1779 ankommt. In Paris verstirbt der Künstler im Jahr 1793.