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Scottish Colourists

Mit dem Terminus "Scottish Colourists" wird eine zwischen 1900-10 und 1930 aktive Gruppe schottischer Maler benannt. Zuerst wandte der Autor T. J. Honeyman die Bezeichnung 1950 auf George Leslie Hunter (1877-1931), Samuel John Peploe (1871-1935) und Francis Campbell Boileau Cadell (1883-1937) an, später wurde sie auf John Duncan Fergusson (1874-1961) erweitert, der zugleich zum Hauptvertreter der Scottish Colourists avancieren sollte.
Bereits zu Lebzeiten waren die Scottish Colourists überaus gefragte Maler: Nach einer Ausstellung 1931 in Paris erwarb sogar die französische Regierung einige Gemälde von George Leslie Hunter, Samuel John Peploe und John Duncan Fergusson.
Die Scottish Colourists traten die Nachfolge der Glasgow Boys an und führten den freien Duktus und das spontane Kolorit dieser Künstlergruppe fort. Anregend wirkte aber auch das Ausland: Alle vier schottischen Koloristen hatten Paris besucht, wo sie mit den Stilen der Avantgarde in Berührung gekommen waren. Namentlich der Postimpressionismus prägte die Scottish Colourists, aber auch die intensive, ausdrucksstarke Farbigkeit des Fauvismus wirkte inspirierend.
Die Vorgaben der französischen Moderne behandelten die Scottish Colourists in der ihnen eigenen Weise: Schottische Landschaften, Ansichten der Insel Iona, exotisch wirkende Stillleben, Bildnisse und figurative Szenen bleiben in der Form rational und in der Stofflichkeit charakteristisch. Die Farbe aber erreicht eine atmosphärische Dichte und einen Grad an expressiver Spontaneität, die die Bezeichnung der vier Schotten als "Colourists" mehr als rechtfertigen.


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