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Olga Wisinger-Florian

Biografien
Olga Wisinger-Florian

*  1844 Wien
† 1926 Grafenegg


Olga Wisinger-Florian zählt zu den erfolgreichsten Malerinnen der Wiener Jahrhundertwende. Ursprünglich zur Konzertpianistin ausgebildet, wendet sie sich seit Mitte der 1870er Jahre der Malerei zu. Nach Privatunterricht bei Melchior Fritsch und August Schaeffer wird sie 1880 Schülerin von Emil Jakob Schindler. Seit 1881 sind ihre Gemälde regelmäßig auf den Jahresausstellungen des Künstlerhauses, später häufig auf Secessionsausstellungen zu sehen. Mit der Teilnahme an den Weltausstellungen in Paris und Chicago folgt auch die internationale Anerkennung. Das Werk der Künstlerin, die auch aktiv in der bürgerlichen Frauenbewegung engagiert ist, wird durch zahlreiche Auszeichnungen und Preise gewürdigt. Wisinger-Florians frühes malerisches Schaffen ist dem sogenannten Österreichischen Stimmungsimpressionismus zuzuordnen. Im Bereich der Landschaftsmalerei übernimmt sie von Schindler die sublime Art, sich der Natur zu nähern. Demnach weisen die Motive der Künstlerin wie die Ansichten von Alleen, Gärten oder Feldern starke Ähnlichkeiten mit den Werken ihres Lehrers auf. Nach dem Bruch mit Schindler im Jahre 1884 geht die Künstlerin malerisch ihren eigenen Weg. Ihre Landschaftsauffassung wird realistischer. Das Spätwerk ist geprägt von greller Farbigkeit, die bereits Anklänge an die expressionistische Malerei spürbar werden lässt. Mit diesen farblich expressiven Landschafts- und Blumenbildern ist sie in den neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts als Künstlerin ihrer Zeit weit voraus.