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Adolf Ulrik Wertmüller

Biografien
Adolf Ulrik Wertmüller

*  1751 Stockholm (Schweden)
† 1811 bei Marcus Hook/Pennsylvania (USA)


Adolf Ulrik Wertmüller, ein bedeutender Vertreter des skandinavischen Rokoko, kommt im Jahr 1751 in Stockholm zur Welt. Seine Ausbildung, zunächst zum Bildhauer, absolviert er zwischen 1765 und 1771 bei Pierre Hubert Larchevêque. Adolf Ulrik Wertmüller entdeckt jedoch bald, dass ihm die Malerei mehr liegt als die Skulptur. Er wechselt an die Kunstakademie seiner Geburtsstadt und widmet sich dort als Schüler von Lorenz Pasch d. J. der Malkunst.
Auch einige Reisen vervollständigen die Schulung des Adolf Ulrik Wertmüller: Schon 1772 kann er Paris besuchen. Mit seinem Vetter, dem berühmten Alexander Roslin, verfügt Adolf Ulrik Wertmüller über einen bedeutenden Ansprechpartner und Unterstützer in der französischen Stadt. In Paris lernt Adolf Ulrik Wertmüller bei Joseph Marie Vien, den er schließlich nach Italien begleitet. Zwischen 1775 und 1779 weilt Adolf Ulrik Wertmüller in Rom, bevor er, über Lyon, im Jahr 1780 wieder in Paris angelangt.
Zu dieser Zeit ist Adolph Ulrich Wertmüller als Maler bereits etabliert. Im Jahr 1783 wird Adolf Ulrik Wertmüller zum schwedischen Hofmaler und zum Mitglied der schwedischen Akademie ernannt; ein Jahr später kann er auch in die Académie Royale in Paris eintreten. Insbesondere als Porträtist feiert Adolf Ulrik Wertmüller große Erfolge; bedeutend sind jedoch vor allem seine mythologischen Szenen. In diesen Werken findet der Übergang vom Rokoko zum Klassizismus überzeugend Gestalt.
Als die Porträtaufträge in Paris ausbleiben, sucht Adolf Ulrik Wertmüller sein Glück in Bordeaux (1788). Die französische Revolution veranlasst Adolf Ulrik Wertmüller schließlich, Frankreich ganz zu verlassen. Er reist nach Spanien (1790 Madrid, 1791 Cádiz) und 1794 nach Amerika (Philadelphia), wo er mehrmals George Washington porträtiert. Erst im Jahr 1797 kehrt Adolf Ulric Vertmuller, mit einem Zwischenhalt in Paris, zurück in seine Vaterstadt Stockholm.
Hier will er aber nur seine Angelegenheiten regeln, und lange hält es ihn demnach nicht in der Heimat: Einen Ruf als Akademieprofessor schlägt er 1799 aus, um 1800 erneut den Weg in die Vereinigten Staaten zu suchen. Hier, wo sich Adolf Ulrik Wertmüller mitsamt seines künstlerischen Oeuvres niederlässt, verstirbt er im Jahr 1811 als amerikanischer Staatsbürger (seit 1802) in der Nähe von Marcus Hook.