Auktion: 611 / Day Sale am 05.12.2026 in München → Lot 126000749
126000749
Shozo Shimamoto
Ohne Titel, 1961.
Mischtechnik auf Leinwand. Holz, Gips, Lackfarb...
Schätzpreis: € 80.000 - 120.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
126000749
Shozo Shimamoto
Ohne Titel, 1961.
Mischtechnik auf Leinwand. Holz, Gips, Lackfarb...
Schätzpreis: € 80.000 - 120.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
Shozo Shimamoto
1928 - 2014
Ohne Titel. 1961.
Mischtechnik auf Leinwand. Holz, Gips, Lackfarbe und Papier auf Leinwand.
Rechts unten signiert. Verso signiert, datiert und bezeichnet, teils japanisch, sowie mit Richtungspfeil. 96 x 73 cm (37,7 x 28,7 in).
[EH].
• 1954: Shozo Shimamoto gründet mit Jiro Yoshihara "GUTAI".
• "GUTAI" ist eine weltweit einflussreiche und die bedeutendste Künstlergruppierung Japans der Nachkriegszeit.
• Eines der seltenen Werke des Künstlers aus der frühen "GUTAI"-Zeit auf dem internationalen Auktionsmarkt.
• Shozo Shimamoto verleiht Material in seinen Werken Leben.
• 1993 ist Shozo Shimamoto mit weiteren "GUTAI"-Mitgliedern auf der Biennale von Venedig vertreten.
• Arbeiten aus dem Frühwerk Shimamotos befinden sich u. a. in der Sammlung der Tate Gallery, London, und im Ashiya City Museum of Art & History in Japan.
Mit einem Zertifikat des Shozo Shimamoto Archive, Neapel, vom 4. Juli 2004. Die Arbeit ist dort unter der Nummer 1337 registriert.
PROVENIENZ: Galerie Sander, Darmstadt (auf dem Keilrahmen mit dem Etikett).
Privatsammlung Bayern (1991 beim Vorgenannten erworben).
Sammlung Schweiz (2015, Ketterer Kunst vom Vorgenannten).
LITERATUR: Ketterer Kunst, München, Auktion 429, Kunst nach 1945 / Zeitgenössische Kunst, 4./5.12.2015, Los 917 (m. Farbabb.).
"There is no other artist who feels Gutai like Shimamoto"
Michel Tapié, zit. nach: Ausst.-Kat. Jiro Yoshihara, Shozo Shimamoto, Gutai Gallery, Osaka 1962.
1928 - 2014
Ohne Titel. 1961.
Mischtechnik auf Leinwand. Holz, Gips, Lackfarbe und Papier auf Leinwand.
Rechts unten signiert. Verso signiert, datiert und bezeichnet, teils japanisch, sowie mit Richtungspfeil. 96 x 73 cm (37,7 x 28,7 in).
[EH].
• 1954: Shozo Shimamoto gründet mit Jiro Yoshihara "GUTAI".
• "GUTAI" ist eine weltweit einflussreiche und die bedeutendste Künstlergruppierung Japans der Nachkriegszeit.
• Eines der seltenen Werke des Künstlers aus der frühen "GUTAI"-Zeit auf dem internationalen Auktionsmarkt.
• Shozo Shimamoto verleiht Material in seinen Werken Leben.
• 1993 ist Shozo Shimamoto mit weiteren "GUTAI"-Mitgliedern auf der Biennale von Venedig vertreten.
• Arbeiten aus dem Frühwerk Shimamotos befinden sich u. a. in der Sammlung der Tate Gallery, London, und im Ashiya City Museum of Art & History in Japan.
Mit einem Zertifikat des Shozo Shimamoto Archive, Neapel, vom 4. Juli 2004. Die Arbeit ist dort unter der Nummer 1337 registriert.
PROVENIENZ: Galerie Sander, Darmstadt (auf dem Keilrahmen mit dem Etikett).
Privatsammlung Bayern (1991 beim Vorgenannten erworben).
Sammlung Schweiz (2015, Ketterer Kunst vom Vorgenannten).
LITERATUR: Ketterer Kunst, München, Auktion 429, Kunst nach 1945 / Zeitgenössische Kunst, 4./5.12.2015, Los 917 (m. Farbabb.).
"There is no other artist who feels Gutai like Shimamoto"
Michel Tapié, zit. nach: Ausst.-Kat. Jiro Yoshihara, Shozo Shimamoto, Gutai Gallery, Osaka 1962.
Nach dem Zweiten Weltkrieg orientiert sich nicht nur die westliche Kunst neu, auch Künstler in Japan suchen nach neuen Wegen der Gestaltfindung und des Ausdrucks. Die 1954 gegründete Künstlervereinigung "GUTAI" ist die wichtigste und radikalste Position dieser Jahre in Japan. Jiro Yoshihara, Toshio Yoshida und Shozo Shimamoto gehören zu den Gründungsmitgliedern; der Name "GUTAI" steht für "Aktualisierung des Geistes durch das Material" (vgl. Dietmar Rübel u. a. (Hrsg.), Materialästhetik. Quellentexte zu Kunst, Design und Architektur, Berlin 2017, S. 260).
Die Materialität und Beseelung des Materials steht so auch bei Shozo Shimamoto im Vordergrund. Noch vor Lucio Fontana arbeitet er mit einer Neuformulierung der Bildfläche durch Löcher; er verweigert sich der konventionellen Methode des Malens mit einem Pinsel, wirft und katapultiert die Farbe auf die Bildfläche. Wie auch bei anderen "GUTAI"-Künstlern stehen in den frühen Jahren vor allem Performances im Vordergrund. Mit der Eröffnung der GUTAI Pinacotheca in Osaka im Jahr 1962 tritt das traditionelle Format des "Tafelbildes" wieder mehr in den Fokus.
Schon ein Jahr vorher entsteht das hier angebotene Gemälde. Shozo Shimamoto erweitert die Bildfläche durch ein Holzstück inmitten der krustigen Farblandschaft. Mit großer Plastizität tritt dem Betrachter ein eindrucksvolles Farbrelief entgegen, das durch die Kombination der verschiedenen Materialien Holz und Papier noch in seiner Massivität gesteigert wird. Auch hier ist Shimamotos Kunst das Ergebnis eines aktionsreichen Schaffensprozesses und bildet auf diese Weise einen prominenten japanischen Gegenentwurf zum amerikanischen Action-Painting etwa von Jackson Pollock.
Die Materialität und Beseelung des Materials steht so auch bei Shozo Shimamoto im Vordergrund. Noch vor Lucio Fontana arbeitet er mit einer Neuformulierung der Bildfläche durch Löcher; er verweigert sich der konventionellen Methode des Malens mit einem Pinsel, wirft und katapultiert die Farbe auf die Bildfläche. Wie auch bei anderen "GUTAI"-Künstlern stehen in den frühen Jahren vor allem Performances im Vordergrund. Mit der Eröffnung der GUTAI Pinacotheca in Osaka im Jahr 1962 tritt das traditionelle Format des "Tafelbildes" wieder mehr in den Fokus.
Schon ein Jahr vorher entsteht das hier angebotene Gemälde. Shozo Shimamoto erweitert die Bildfläche durch ein Holzstück inmitten der krustigen Farblandschaft. Mit großer Plastizität tritt dem Betrachter ein eindrucksvolles Farbrelief entgegen, das durch die Kombination der verschiedenen Materialien Holz und Papier noch in seiner Massivität gesteigert wird. Auch hier ist Shimamotos Kunst das Ergebnis eines aktionsreichen Schaffensprozesses und bildet auf diese Weise einen prominenten japanischen Gegenentwurf zum amerikanischen Action-Painting etwa von Jackson Pollock.
Hauptsitz
Joseph-Wild-Str. 18
81829 München
Tel.: +49 (0)89 55 244-0
Fax: +49 (0)89 55 244-177
info@kettererkunst.de
Louisa von Saucken / Undine Schleifer
Holstenwall 5
20355 Hamburg
Tel.: +49 (0)40 37 49 61-0
Fax: +49 (0)40 37 49 61-66
infohamburg@kettererkunst.de
Dr. Simone Wiechers
Fasanenstr. 70
10719 Berlin
Tel.: +49 (0)30 88 67 53-63
Fax: +49 (0)30 88 67 56-43
infoberlin@kettererkunst.de
Cordula Lichtenberg
Gertrudenstraße 24-28
50667 Köln
Tel.: +49 (0)221 510 908-15
infokoeln@kettererkunst.de
Hessen
Rheinland-Pfalz
Miriam Heß
Tel.: +49 (0)62 21 58 80-038
Fax: +49 (0)62 21 58 80-595
infoheidelberg@kettererkunst.de
Nico Kassel, M.A.
Tel.: +49 (0)89 55244-164
Mobil: +49 (0)171 8618661
n.kassel@kettererkunst.de
Wir informieren Sie rechtzeitig.



