Auktion: 328 / Wertvolle Bücher am 19./20.11.2007 in Hamburg Lot 84

 
Marquard Gude - Antiquae Inscriptiones. 1731

84
Marquard Gude
Antiquae Inscriptiones. 1731
Schätzung:
€ 2.000
Ergebnis:
€ 2.640

(inkl. 20% Käuferaufgeld)
Objektbeschreibung
Gude, M., Antiquae inscriptiones, quum Graece, tum Latinae, olim a M. Gudio collectae; nuper a Io. Koolio digestae hortatu consilioque Io. G. Graevii; nunc a Fr. Hesselio editae cum adnotationibus eorum. Mit gest. Frontispiz von A. van Buysen nach F. Ottens, gest. Titelvignette, 1 gr. Textkupfer, 1 gefalt. Kupfertafel, 1 gest. Kopfvignette und mehreren Textholzschnitten sowie gedruckter Widmung mit gest. Wappen. Leeuwarden, Fr. Halma 1731. Pgt. d. Zt. mit doppelter goldgepr. Deckelbordüre, goldgepr. Wappensupralibros sowie goldgepr. Wappen als Eckstücke und auf 8 Rückenfeldern. Folio. 3 Bll., 16 S., 31 Bll., 6 S., 374, 112, 8, 27 S.
Graesse III, 170. - Ebert 9074. - ADB X, 89. - Schlesw.-Holst. biogr. Lex. V, 105. - Erste und einzige Ausgabe, sehr selten. - Der Philologe, Jurist und Büchersammler Marquard Gude (1635-89) bereiste als Hofmeister des reichen Niederländers Samuel Schass 1659-1663 Frankreich und Italien, wo er antike Inschriften sammelte und in Bibliotheken Handschriften kollationierte. Während seiner darauffolgenden bibliothekarischen Tätigkeit auf Schloß Gottorf, vor allem aber nach der Erbschaft von Schass' Vermögen gelang ihm der Aufbau einer bedeutenden Bücher- und Handschriftensammlung. Die von Gude zusammengebrachten und noch heute vielbenutzten Manuskripte tragen seinen Namen auch in ihrer modernen Signatur: Codices Gudiani graeci bzw. latini. "Gudes wichtigstes Werk, mit dem er die Kunde vom klassischen Altertum nachhaltig zu fördern suchte, war seine Inschriftensammlung. Er hinterließ sie - obwohl fast druckfertig - ungedruckt. Durch Vermittlung des Philologen Johann Georg Graevius bemühte sich der niederländische Gelehrte und Ratsherr Johannes Kool vergeblich um die Herausgabe, nach seinem Tod der Buchhändler Halma. Dessen Erben ließen das Werk von dem Utrechter Canonicus Franz Hessels 1731 drucken, allerdings nur teilweise und ungenau." (Schlesw.-H. biogr. Lex.) - Erste und letzte Bll. mit Feuchtigkeitsspur i. w. R. (tlw. mouilliert), 1 weißes Schlußbl. entfernt. Einbd. etw. fleckig und berieben, Pgt.-Bezug des VDeckels gering gewellt, Schließbänder entfernt. Insgesamt schönes und überwieg. sauberes Exemplar auf kräftigem Papier. - Mit gedruckter und hs. ausgefüllter Widmung des Amsterdamer Gymnasiums an Jacobus van Homrigh, dat. 21. Sept. 1770, mit gest. gekröntem Wappen und Unterschrift des Rektors Henricus Verheyt.
First and only edition of this scarce work about ancient epigraphs, major work of Marquard Gude, philologian and famous collector of books and manuscripts. With engr. frontispiece, engr. title vignette, folding copperplate, engr. vignette and engr. coat-of-arms. Contemp. vellum with gilt armorial centrepiece, gilt borders and gilt coat-of-arms between 8 raised bands. - Marginal staining and small fraying by damp to first and last leaves, last blank leaf removed. Binding somewhat soiled and rubbed, front covering a little wavy. In general fine and clean copy on strong paper. - Printed dedication of the Amsterdam grammarschool for Jacobus van Homrigh (filled in by hand), dated 1770, illustr. with engr. crowned coat-of-arms.

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Marquard Gude
Antiquae Inscriptiones. 1731
Schätzung:
€ 2.000
Ergebnis:
€ 2.640

(inkl. 20% Käuferaufgeld)