Auktion: 533 / Modern Art Day Sale und Sammlung Hermann Gerlinger am 10.12.2022 in München Lot 455

 

455
Ludwig Meidner
Apokalyptische Landschaft (Landschaft mit Häusern und spitzen Hügeln), 1912.
Bleistiftzeichnung
Schätzpreis: € 9.000 - 12.000
+
Apokalyptische Landschaft (Landschaft mit Häusern und spitzen Hügeln). 1912.
Bleistiftzeichnung.
Unten mittig signiert und datiert. Verso mit dem Nachlassstempel mit der Registriernummer "II/79". Auf Velin. 33 x 46 cm (12,9 x 18,1 in), Blattgröße.

• Die Zeichnung gibt Zeugnis von dem wegweisenden Einfluss der Futuristen-Ausstellung 1912 in Waldens Galerie "Der Sturm" auf Ludwig Meidner.
• Im selben Jahr malt Ludwig Meidner erstmals eine "Apokalyptische Landschaft".
• Gemälde mit gleichem Titel befinden sich in der Staatsgalerie Stuttgart und in der Nationalgalerie Berlin
.

Wir danken Herrn Erik Riedel, Ludwig Meidner-Archiv im Jüdischen Museum, Frankfurt am Main, für die wissenschaftliche Beratung.

PROVENIENZ: Nachlass des Künstlers (bis 1988), unter dem Titel "Landschaft mit Häusern und spitzen Hügeln".
Privatsammlung Europa.

Aufrufzeit: 10.12.2022 - ca. 17.43 h +/- 20 Min.

Ludwig Meidner ist ein Meister der Apokalypse. Lange vor den Verwüstungen des Ersten Weltkrieges hat er bereits die Welt in Flammen gesehen und so eindringlich geschildert, dass man die frühe Entstehungszeit kaum glauben möchte. Die zeichnerische Kraft, mit der er den menschlichen Zerstörungswillen schildert, hat eine geradezu suggestive Wirkung auf den Betrachter. Meidner sah die Welt aus den Fugen geraten und traf so den Kern der Stimmungslage seiner Zeit. Sein zeichnerisches Werk ist von einer Intensität geprägt, die ihn als Visionär ausweist. [EH]



 

Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung zu Ludwig Meidner "Apokalyptische Landschaft (Landschaft mit Häusern und spitzen Hügeln)"
Dieses Objekt wird differenzbesteuert, zuzüglich einer Einfuhrumsatzabgabe in Höhe von 7 % (Ersparnis von etwa 5 % im Vergleich zur Regelbesteuerung) oder regelbesteuert angeboten, Folgerechtsvergütung fällt an.

Berechnung bei Differenzbesteuerung:
Zuschlagspreis bis 500.000 Euro: hieraus Aufgeld 32 %.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 27 % berechnet und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 2.500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 15 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 2.500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Das Aufgeld enthält die Umsatzsteuer, diese wird jedoch nicht ausgewiesen.

Berechnung bei Regelbesteuerung:
Zuschlagspreis bis 500.000 Euro: hieraus Aufgeld 25 %.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 20 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 2.500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 15 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 2.500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf die Summe von Zuschlag und Aufgeld wird die gesetzliche Umsatzsteuer, derzeit 19 %, erhoben. Als Ausnahme hiervon wird bei gedruckten Büchern der ermäßigte Umsatzsteuersatz von derzeit 7 % hinzugerechnet.

Wir bitten um schriftliche Mitteilung vor Rechnungsstellung, sollten Sie Regelbesteuerung wünschen.

Berechnung der Folgerechtsvergütung:
Für Werke lebender Künstler oder von Künstlern, die vor weniger als 70 Jahren verstorben sind, fällt gemäß § 26 UrhG eine Folgerechtsvergütung in folgender Höhe an:
4% des Zuschlags ab 400,00 Euro bis zu 50.000 Euro,
weitere 3 % Prozent für den Teil des Zuschlags von 50.000,01 bis 200.000 Euro,
weitere 1 % für den Teil des Zuschlags von 200.000,01 bis 350.000 Euro,
weitere 0,5 Prozent für den Teil des Zuschlags von 350.000,01 bis 500.000 Euro und
weitere 0,25 Prozent für den Teil Zuschlags über 500.000 Euro.
Der Gesamtbetrag der Folgerechtsvergütung aus einer Weiterveräußerung beträgt höchstens 12.500 Euro.

Die Folgerechtsvergütung ist umsatzsteuerfrei.