Auktion: 527 / Kunst des 19. Jahrhunderts am 11.06.2022 in München Lot 312

 

312
Eduard von Grützner
Was ihr wollt, 1871.
Öl auf Leinwand
Nachverkaufspreis: € 9.000
+
Was ihr wollt. 1871.
Öl auf Leinwand.
Balogh 648. Rechts unten signiert und datiert. Verso auf dem Keilrahmen mit neuerem typografischen Stempel "BV 594". 74,5 x 59,5 cm (29,3 x 23,4 in).

PROVENIENZ: Sammlung Webb, London.
Galerie Weber, München.
Privatsammlung Baden-Württemberg (nach 1960 erworben).

LITERATUR: Die Kunst für Alle, Jg. 1, Heft 6, 1885, S. 87 (m. xylogr. Abb.).
Ernst Friedrich Wüstemann, Eduard Grützner, in: Allgemeine Kunst-Chronik, Jg. 11, Heft 6, 1887, S. 146.
Fritz von Ostini, Grützner, Bielefeld/Leipzig 1902, S. 100.

In der Historien- und Genremalerei des 19. Jahrhunderts greifen zahlreiche Künstler auf literarische Stoffe zurück, die durch ihre Verbreitung in Büchern in das allgemeine kulturelle Wissen übergegangen sind. So sind es beispielsweise bei Grützner vor allem Figuren wie der sympathische Trunkenbold Sir John Falstaff aus William Shakespeares Stücken "Heinrich IV." und "Die lustigen Weiber von Windsor", oder auch Szenen aus Komödien wie das um 1600 entstandene "Was ihr wollt". Verwechslungen, Maskeraden, Ausschweifungen und sich überschlagende Ereignisse machen dieses Stück für einen an inszenatorischen Herausforderungen interessierten Künstler wie Grützner zum gefundenen Motiv. Gekonnt und fantasievoll staffiert er seine Darsteller mit den Kostümen des englischen 17. Jahrhunderts aus und lässt jeden eine fast schauspielerische Pose einnehmen. Über das Interesse an der Wiederentdeckung historischer Epochen hinaus zeigt das Werk die spielerische Freude Grützners an der Verbindung zwischen Theater, Literatur und Kunst und der Möglichkeit der Inszenierung, die den Künstler zum Regisseur werden lässt. [KT]



 

Aufgeld und Steuern zu Eduard von Grützner "Was ihr wollt"
Dieses Objekt wird regel- oder differenzbesteuert angeboten.

Berechnung bei Differenzbesteuerung:
Zuschlagspreis bis 500.000 Euro: hieraus Aufgeld 32 %.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 27 % berechnet und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 2.500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 15 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 2.500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Das Aufgeld enthält die Umsatzsteuer, diese wird jedoch nicht ausgewiesen.

Berechnung bei Regelbesteuerung:
Zuschlagspreis bis 500.000 Euro: hieraus Aufgeld 25 %.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 20 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 2.500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 15 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 2.500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf die Summe von Zuschlag und Aufgeld wird die gesetzliche Umsatzsteuer, derzeit 19 %, erhoben. Als Ausnahme hiervon wird bei gedruckten Büchern der ermäßigte Umsatzsteuersatz von derzeit 7 % hinzugerechnet.

Wir bitten um schriftliche Mitteilung vor Rechnungsstellung, sollten Sie Regelbesteuerung wünschen.