Auktion: 508 / Kunst des 19. Jahrhunderts am 12.12.2020 in München Lot 328

 
328
Otto Strützel
Dachauer Wintertag, 1926.
Öl auf Leinwand
Schätzpreis: € 1.800 - 2.400
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Objektbeschreibung
Dachauer Wintertag. 1926.
Öl auf Leinwand.
Ludwig 533. Links unten signiert und ortsbezeichnet "Mchn.". 71 x 101 cm (27,9 x 39,7 in).

Aufrufzeit: 12.12.2020 - ca. 15.58 h +/- 20 Min.

Essay
Auch Otto Strützel ist einer der zahlreichen Künstler, die der hervorragende Ruf der Düsseldorfer Kunstakademie dazu bewegt, das Studium dort aufzunehmen. In Düsseldorf beginnt auch seine Bekanntschaft mit Hugo Mühlig, während der sich ihr Motivrepertoire und ihr Interesse für die Darstellung der regionalen Landschaft zusammen fortentwickelt. Ab 1885 ist Strützel in München ansässig, wo er vor allem das Dachauer Land malerisch erschließt. Malerisch schlängelt sich die Amper, in der Strützel die sanfte Bewegung der Wellen mit runden Pinselstrichen wiedergibt, in die Landschaft und leitet den Blick ins Bild. Daneben überwölbt die dicke ruhende Schneedecke die Uferböschung, die Strützel in breiten Strichen weich modelliert. Charakteristische Merkmale der oberbayerischen Landschaft wie die Wegkreuze und Höfe im Hintergrund lassen den genauen Standpunkt des Blickes erahnen, sogar die Fußspuren im Schnee werden nicht ausgelassen. Es gelingt Strützel somit, der Landschaft einen zutiefst individuellen und persönlichen Charakter zu verleihen. In die Farbstimmung der kühlen, beruhigten Blau-, Weiß- und Grautöne der Natur mit dem kontrastreichen Vordergrund setzt er die kräftigeren Blau- und Rotbrauntöne des Wegkreuzes. Die nähere, von der Stadt aus zu erschließende Natur in ihrer malerischen Schönheit und Einfachheit erscheint so unmittelbar als bildwürdiges Motiv, in dem die Stille und Klarheit der ruhenden Natur ihren Ausdruck findet. [KT]
 


Aufgeld, Steuern und Folgerechtsabgabe zu Otto Strützel "Dachauer Wintertag"
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