Auktion: 498 / Kunst des 19. Jahrhunderts am 18.07.2020 in München Lot 516

 
516
Gustav Friedrich Papperitz
Auf der Gauernitzer Elbinsel, 1850.
Öl auf Leinwand, aufgezogen auf Holz
Schätzpreis: € 1.500 - 2.500
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Objektbeschreibung
Auf der Gauernitzer Elbinsel. 1850er Jahre.
Öl auf Leinwand, aufgezogen auf Holz.
55 x 108 cm (21,6 x 42,5 in).

Wir danken Herrn Dr. Matthias Lehmann, Konz-Könen, für die freundliche Auskunft und wissenschaftliche Beratung.

PROVENIENZ: Privatsammlung Norddeutschland.

Aufrufzeit: 18.07.2020 - ca. 17.16 h +/- 20 Min.

Essay
Gustav Friedrich Papperitz sucht sich in den 1850er Jahren, als er sich wieder in Dresden niederlässt, zahlreiche Motive im nahen und auch weiter entfernteren Umland der Stadt. Die malerische Gauernitzer Elbinsel, zu den Ländereien der Herren von Schloss Gauernitz gehörend, bleibt bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts weitgehend naturbelassen, bis sie in den Schlosspark miteinbezogen wird. Park- und Gartenanlagen entstehen, von der Inselmitte aus werden sternförmige Alleen mit Dekorationen und kleinen, zum Verweilen einladenden Bänken angelegt sowie eine der Frau des damaligen Gutsherrn Graf Friedrich August Graf von Zinzendorf gewidmete Gedenksäule errichtet. Nach der Elbregulierung ab 1869/70 sind die Gauernitzer und die Pillnitzer Insel die einzigen zwei verbliebenen Elbinseln, mittlerweile allerdings zum Naturdenkmal ernannt und nicht mehr zugänglich. Die damals noch anlegenden Boote und der romantische Ausflugverkehr sowie die als Zeichen der Liebe errichtete Säule erinnern an das Vorbild Watteau’scher Gemälde zu Beginn des 18. Jahrhunderts, beispielsweise an die „Einschiffung nach Kythera“, der Insel der Liebe. Eine leichte Nostalgie schwebt über dem verzauberten Anblick der Insel, auf der sich das Laub der Bäume bereits herbstlich verfärbt. [KT]
 


Aufgeld, Steuern und Folgerechtsabgabe zu Gustav Friedrich Papperitz "Auf der Gauernitzer Elbinsel"
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