Auktion: 502 / Klassische Moderne II am 18.07.2020 in München Lot 402

 
402
Paul Klee
Angebot, 1912.
Tuschfeder, teils ausradiert
Schätzpreis: € 14.000 - 18.000
+
Objektbeschreibung
Angebot. 1912.
Tuschfeder, teils ausradiert.
Klee 803. Links oben signiert, auf dem Unterlagekarton betitelt, datiert und mit der Werknummer "90". Auf Velin, vom Künstler fest auf Unterlagekarton aufgelegt. 10,3 x 24,2 cm (4 x 9,5 in). Unterlagekarton 22,7 x 32,7 cm (8,9 x 12,8 in).

• Der Frauenakt in Serie
• Humorvoll hintergründiger Titel
.

PROVENIENZ: Galerie Rosengart, Luzern (bis 1959).
Alex Vömel, Düsseldorf (1959).
Sammlung Emil Frey, Mannheim (ab 1959, seitdem in Familienbesitz).

AUSSTELLUNG: Aquarelle, Zeichnungen, Druckgraphik des 20. Jahrhunderts aus der Sammlung eines Kielers, Kunsthalle Kiel und Schleswig-Holsteinischer Kunstverein, 1974, Nr. 73.
Kunst des 20. Jahrhunders aus der Sammlung F., Pfalzgalerie Kaiserslautern 1976, Nr. (Grafik) 176.

LITERATUR: Heinz Fuchs, Gaben des Augenblicks - Vierundvierzig unveröffentlichte Zeichnungen und Aquarelle aus der Sammlung E. Frey, München 1964, S. 34 m. Abb.

Aufrufzeit: 18.07.2020 - ca. 15.42 h +/- 20 Min.

Essay
Die Arbeit "Angebot" zeigt sehr schön, wie sich im Laufe des Jahres 1912 bei Paul Klee die Figurendarstellung vom rein Gegenständlichen entfernt und eine Symbiose mit dem Ornamentalen eingeht. In dieser neu gefundenen Gestaltungsweise zeigen sich die Einflüsse seiner Parisreise im Frühjahr 1912. Paul Klee trifft hier u. a. auf Robert Delaunay, er sieht bei Kahnweiler Werke von Henri Matisse und Pablo Picasso. Als Ergebnis entsteht eine kleine Serie von Aktzeichnungen, in der die Figuren zunehmend ornamental abstrahiert werden. Unser Blatt lässt uns an den Entscheidungen Klees um den Kompositionsprozess, die Überarbeitung durch ein Wegnehmen bestimmter Figuren, teilnehmen. Dadurch wird "Angebot" zu einem besonderen, außerordentlich authentischem Zeugnis der Zeichenkunst Paul Klees. [EH]
 


Weitere Abbildungen
 
Aufgeld, Steuern und Folgerechtsabgabe zu Paul Klee "Angebot"
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Bei Objekten, deren Künstler nicht bereits vor mindestens 70 Jahren verstorben ist, fällt eine Folgerechtsumlage i.H. von 2,4 % inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer an.