Auktion: 494 / Klassische Moderne am 07.12.2019 in München Lot 434

 
434
Emil Nolde
Dschunken, Um 1914.
Aquarell
Schätzung:
€ 25.000
Ergebnis:
€ 55.000

(inkl. 25% Käuferaufgeld)
Objektbeschreibung
Dschunken. Um 1914.
Aquarell und Pinselzeichnung.
Rechts unten signiert. Auf bräunlichem Bütten. 25,5 x 35,5 cm (10 x 13,9 in) , blattgroß.

Mit einer Fotoexpertise von Prof. Dr. Martin Urban, Stiftung Ada und Emil Nolde, vom 22. Juni 1976, diese nochmals bestätigt durch Prof. Dr. Manfred Reuther am 14. Mai 2010.

PROVENIENZ: Privatsammlung Bayern
Privatsammlung Süddeutschland (vom Vorgenannten erworben).

Essay
Die Südseereise zusammen mit seiner Frau unter Leitung der Tropenmediziner Leber und Külz hinterlässt in ihrer Fülle der Eindrücke nachhaltige Spuren im Werk von Emil Nolde. In kaum einer anderen Phase seines Schaffens hat sich Nolde so frei und ungezwungen geäußert. Das mag zum Teil den Bedingungen der Reise mit ihren schnellen Ortswechseln geschuldet sein; aber das, was Nolde auf dieser Reise sich erarbeitet hat, bleibt, vor allem was die Aquarelle anbetrifft, ein wichtiger, wenn nicht der wichtigste Bestandteil im grafischen Gesamtœuvre des Künstlers. Pinselzeichnung und freies Aquarell bedingen hier einander und gehen eine glückliche Symbiose ein. Die Aquarelle der Südsee, oft unter Zeitdruck entstanden, bringen aufs Glücklichste den eigentlichen Sinn dieser Technik zum Ausdruck, die Emil Nolde souverän beherrscht, um frei zu sein für seine Interpretation einer ihn inspirierenden und faszinierenden Fremde. [EH].
434
Emil Nolde
Dschunken, Um 1914.
Aquarell
Schätzung:
€ 25.000
Ergebnis:
€ 55.000

(inkl. 25% Käuferaufgeld)